Empfohlen Filmkritik

Nur eine Frau

Foto: Mathias Bothor


"Das bin ich", erläutert die Stimme einer jungen Frau aus dem Off, derweil die Kamera eine zugedeckte Leiche auf dem Gehsteig zeigt, "mein Bruder hat mich erschossen." Sherry Hormanns Drama "Nur eine Frau" rollt den Fall von Hatun Aynur Sürücü wieder auf, die 2005 in Berlin das Opfer eines sogenannten Ehrenmordes wurde. Dass ihr bemüht junger, kämpferischer Film seine richtig starken Momente hat, ist vor allem der Hauptdarstellerin zu danken: Almila Bagriacik macht diese Geschichte einer Emanzipation mit tödlichem Ende zum Erlebnis. Als Produzentin zeichnet Sandra Meischberger. (Michael Omasta)

Regie:
Regie:
Sherry Hormann
Darsteller:
Darsteller:
Almilia Bagriacik, Meral Perin, Rauand Taleb, Armin Wahedi
Land/Jahr:
Land/Jahr:
D 2019
Dauer:
Dauer:
97 min
Altersfreigabe:
Altersfreigabe:
ab 14
Kinostart:
Kinostart:
10. Mai 2019

Mord, keine Frage der Ehre: "Nur eine Frau"

MO | 08.05.2019

Daas bin ich", erläutert die Stimme einer jungen Frau aus dem Off, derweil die Kamera eine zugedeckte Leiche auf dem Gehsteig zeigt, "mein Bruder hat mich erschossen." Für ihr Drama "Nur eine Frau", das auf dem Fall von Hatun Aynur Sürücü beruht, die 2005 in Berlin das Opfer eines sogenannten Ehrenmordes wurde, hat Regisseurin Sherry Hormann tief in der Filmgeschichte gegraben, und wurde bei Wilders Film noir "Sunset Boulevard" (1950) fündig: Die Erzählung aus dem Jenseits, dort noch als Satire auf Hollywood plausibel, ist hier nur eine zweifelhafte Pointe, die unmittelbarer Identifikation dient. Dass ihr bemüht junger, kämpferischer Film auch seine richtig starken Momente hat, ist vor allem der beherzten Hauptdarstellerin zu danken: Almila Bagriacik macht diese Geschichte einer Emanzipation mit tödlichem Ende zum Erlebnis.

Ab Fr in den Kinos

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