Filmkritik

John Wick: Kapitel 3

John Wick: Chapter 3 - Parabellum

Foto: Concorde Filmverleih


Nachdem er ein Mitglied der geheimnisvollen Assassinen-Gilde getötet hat, wird John Wick zum "Excommunicado" erklärt: Das ausgesetzte Kopfgeld wollen sich Profikiller aus aller Welt verdienen. "Regisseur Chad Stahelski zelebriert er den grundsympathischen Keanu Reeves, für den er einst das Stuntdouble gab, als stoischen Kampfalleskönner mit Slapstick-Ambitionen. Zu ihm gesellt sich kurz eine ausgesprochen toughe Halle Berry als Hundedompteurin und Kopfschussexpertin. 'Bereite dich für Krieg vor', heißt's am Schluss, sprich, man soll sich mit Wick rüsten für Fortsetzungen." (D. Auer)

Regie:
Regie:
Chad Stahelski
Darsteller:
Darsteller:
Keanu Reeves, Jason Mantzoukas, Asia Kate Dillon, Ian McShane, Laurence Fishburne, Halle Berry, Anjelica Huston,
Land/Jahr:
Land/Jahr:
USA 2019
Dauer:
Dauer:
143 min
Altersfreigabe:
Altersfreigabe:
Keine Angabe
Kinostart:
Kinostart:
23. Mai 2019

Nonstop-Action: Mit Wick atemlos durch die Nacht

David Auer | 22.05.2019

In einer der wenigen Verschnaufpausen in "John Wick: Kapitel 3" heißt es einmal selbstironisch darauf, warum sich der Protagonist das Martyrium überhaupt antut: "All because of a puppy?" Auch wenn er mehr zum Stein des Anstoßes für seine Rachespäter Notwehrmission zu sagen hat, läuft die Meta-Antwort, wenn man so will, auf ein klares Ja hinaus. Eine bemüht konstruierte Motivation für John Wicks Tun hätte es eigentlich nicht gebraucht, Zeit zum Nachdenken darüber bleibt ohnehin kaum.

Fast noch atemloser als seine Vorgänger hastet der dritte Film von einer Actionszene zur nächsten; schließlich lauern hinter jeder Ecke Widersacher, die auf Wicks Kopfgeld aus sind. Statt auf eine Schauwert-fokussierte Übertrumpfungslogik setzt das sozusagen bodenständigere Pendant zur "Mission: Impossible"-Reihe auf einwandfrei choreografiertes Nahkampf-und Ballistik-Ballett im Perma-Flow. Vergehen zwischen Ethan Hunts Missionen auch mal Jahre, spielt die Wick-Trilogie innerhalb einer Woche (und meist nachts). Kein Wunder also, dass dem Prügelknaben hie und da die Puste ausgeht, wie übrigens auch uns: Die forcierte Nonstop-Action verlangt viel Geduld ab, zumal weil einige der Hand-und Feuergefechte scheinbar kein Ende finden wollen.

Diese inszeniert Regisseur Chad Stahelski ohne nervige Herumschnipselei aber virtuos. Dabei zelebriert er den grundsympathischen Keanu Reeves, für den er einst das Stuntdouble gab, als stoischen Kampfalleskönner mit Slapstick-Ambitionen. Zu ihm gesellt sich kurz eine ausgesprochen taffe Halle Berry als Hundedompteurin und Kopfschussexpertin.

"Bereite dich für Krieg vor", heißt's am Schluss, sprich, man soll sich mit Wick rüsten für Fortsetzungen. Gerne, aber beim nächsten Mal bitte ein bisserl owa vom Gas.

Ab Fr in den Kinos (OF im Artis)

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