Filmkritik

Godzilla II: King of the Monsters

Godzilla: King of the Monsters

Foto: Warner Bros / Foto: Daniel McFadden

Foto: Warner Bros


Diesmal müssen die Mitglieder der krypto-zoologischen Agentur Monarch sich im Kampf gegen eine ganze Phalanx überdimensionaler Monster bewähren, wobei Godzilla sich mit Mothra, Rodan und seinem Erzfeind, dem dreiköpfigen King Ghidorah, anlegt. "Franchise-Echspansion mit zuviel Handlung und Kommunikation: zuviel Entführungsstory, Redewettbewerb im Kontrollraum, Softwareeinsatz im Speeddate mit Urzeitwesen (deren manche uns Menschen so wohlgesonnen sind wie einst Flipper, der kluge Delfin, oder Balu). Es sprechen Vera Farmiga, Ken Watanabe, Bradley Whitford. Kyle Chandler schaut blöd." (Dr. Robnik)

Regie:
Regie:
Michael Dougherty
Darsteller:
Darsteller:
Kyle Chandler, Vera Farmiga, Millie Bobby Brown, Sally Hawkins, Bradley Whitford, Ziyi Zhang, Charles Dance, Aisha Hinds, David Strathairn, Ken Watanabe
Land/Jahr:
Land/Jahr:
USA 2019
Dauer:
Dauer:
132 min
Altersfreigabe:
Altersfreigabe:
ab 12
Kinostart:
Kinostart:
30. Mai 2019

Wo alle viel reden, muss einer brüllen: "Godzilla II"

Drehli Robnik | 29.05.2019

Wenn eine bunte Runde beisammensitzt, Screens begafft, Tastaturen betätigt und ununterbrochen redet, mal tiefsinnig, mal halblustig, kann das ja nett sein; etwa beim Songcontest-oder Kanzler-Abwahl-Liveshow-Schauen. Nicht jedoch, wenn die Screen-Runde, die sitzt, witzelt, tiefsinnt und tastet, ein Anblick ist, den uns die Kinoleinwand in 3D bietet. Das aber ist der Primärinhalt von "Godzilla II: King of the Monsters". Franchise-Echspansion mit zu viel Handlung und Kommunikation: zu viel Entführungsstory, Redewettbewerb im Kontrollraum, Softwareeinsatz im Speeddate mit Urzeitwesen (von denen manche uns Menschen so wohlgesonnen sind wie einst Flipper, der kluge Delfin, oder Balu). Es sprechen Vera Farmiga, Ken Watanabe, Bradley Whitford. Kyle Chandler schaut blöd.

Der Auftakt-"Godzilla" legte 2014 die Latte hoch: ein Traum, ein Sleepwalk von einem Actionfilm; Blackouts, Nicht-Handlungen, minimalistische Akzente. Nun aber ist Plot Gott. Regisseur Michael Dougherty greift aus seinen Horrorkomödien "Trick or Treat" und "Krampus" nicht die Habitussatire auf, sondern den Hang zum Ritual - Halloween, Weihnachten, nun Godzilla-Vergötzung. Da ist Gojira schierer Gott und Mythos purer Sinngarant. Ab nach Atlantis, heim ins Tierreich: Der Film lässt wortgewaltig die Wahl zwischen zwei Königsnatur-Faschismen, restoring order und so -einmal mit, einmal ohne Menschen.

Letztlich geht's aber um Monsterverse-Inventur und Skills-Abgleich. Ab und zu kämpft der Titelverteidiger, nun in Cameron-Blau, mit Neuzugängen (einer hat drei Köpfe). Das wirkt wie Autoquartett, Hubraum-Contest. Boston birst am besten. Jemand sagt "You gotta be fucking kidding", wie in "The Thing". Der Score zitiert die Musik des 1954er-Gründungsfilms. Eh schön. 2020 dann Godzilla vs. Gorilla.

Ab Fr in den Kinos (OF im Artis und Haydn)

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