Preisträger

Text: Uschi Sorz Foto: Karin Wasner
vom 31.10.2018

"Ich bin ein Fan von Ludwig Wittgenstein", sagt Herbert Edelsbrunner. "Darum ist es mir eine Freude, mich in die Liste von hervorragenden Wissenschaftern unter dem Namen des Philosophen einreihen zu dürfen." Er spricht von den Wittgenstein-Preisträgern des Wissenschaftsfonds FWF. Seit heuer zählen Mathematiker dazu. Edelsbrunner hat zum Aufbau der Computergeometrie und der Begründung der Computertopologie beigetragen. Dieses neue Gebiet kann man sich als logische Erweiterung der Computergeometrie vorstellen. Allerdings basiert es auf anderen mathematischen Grundlagen. Edelsbrunner möchte es weiterentwickeln und neue Anwendungen erschließen. "Ich finde unendliche Tiefen in der Mathematik. Man kann in sie beliebig viel mentale Energie investieren." Das Credo des Professors am Institute of Science and Technology Austria: "Forscher müssen offen sein, um die Realität zu erkennen und die Gelegenheit beim Schopf zu packen. Ideologische Grundeinstellungen aller Art sind der Feind der Wissenschaft."

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