Titelthema Ethik

vom 27.03.2019

Seiten 10 bis 22

Die Wiener Fotografin Lisa Edi hat die Fotostrecke in diesem Heft gestaltet. Ihre Arbeitsweise unterliegt dem Wechsel zwischen Food-, Dokumentar-, Porträt-und Modefotografie. Das Bindeglied ist dabei immer die konzeptionelle Auseinandersetzung mit dem Sujet und das Hinterfragen von Bildstereotypen. Für ihr Diplom hat sie unter dem Titel "A Visual Meal" die Lieblingsspeisen von Spitzenköchen fotografiert und unter sozialpolitischen und philosophischen Aspekten nach neuen Bildlösungen in der Foodfotografie gesucht. Zum Thema dieser Ausgabe wurden Fotos aus ihrem Archiv frei assoziiert und spezifische Porträtaufnahmen fotografiert. www. lisaedi.com

AUSGESUCHTE ZAHLEN ZUM THEMA

ZUSAMMENGESTELLT VON SABINE EDITH BRAUN

20.200.000 deutschsprachige Google-Treffer gibt es zum Stichwort "Ethik". Gibt man hingegen "Werte" in die Suchmaske ein, sind es fast viermal so viele Treffer: 79.200.000

20 Jahre und mehr ist es her, dass sich Klimaethik als Forschungsfeld etabliert hat. Sie untersucht Fragen wie: Gibt es eine Verpflichtung für den Menschen, den Klimawandel zu stoppen?

100.000 Yuan (13.000 Euro) kann ein Bußgeld maximal betragen, das China künftig gegen Forscher verhängen will, die wie der chinesische Biophysiker He Jiankui Änderungen am Erbgut von Babys vornehmen. Ein neues Regelwerk stuft Genmanipulationen am Menschen als "hohes Risiko" ein.

1.064 Gramm wiegt Alexa, der sprachgesteuerte persönliche Assistent von Amazon. Ab 2016 war er in Europa erhältlich. Rund 3.000 deutschsprachige Skills stehen derzeit zur Verfügung. Hacker können Alexa in eine Wanze verwandeln. Die Produkte von Google, Apple &Co eingerechnet, wurden weltweit bisher mehr als 100 Millionen solcher Geräte verkauft.

4.500.000 Euro jährlich beträgt die Förderung des deutschen Ministeriums für Bildung und Forschung für die "ELSA"-Forschung. ELSA ("Ethical Legal and Social Aspects") steht für die ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekte der modernen Lebenswissenschaften, deren Chancen und Risiken bewertet werden sollen.

1.256 Österreicher wurden erstmals für die von Deloitte durchgeführte "Global Automotive Consumer Study" zu ihrer Einstellung gegenüber neuen Technologien im Automobilbereich befragt (insgesamt waren es 25.000 Konsumenten aus 20 Ländern). Demnach sind in Österreich erst vier Prozent mit autonomem Fahren in Berührung gekommen. 43 Prozent der heimischen Befragten sind von der Sicherheit selbstfahrender Autos noch nicht überzeugt. Bei 51 Prozent hatten Medienberichte über Unfälle zu mehr Skepsis geführt. Trotzdem würden 59 Prozent gern einmal in einem selbstfahrenden Auto sitzen.

6 ethische Dilemmata der Künstlichen Intelligenz identifizierte die französische Datenschutzbehörde, über die nachgedacht werden müsse: 1. Entscheidungen autonomer Maschinen als Bedrohung des menschlichen freien Willens, 2. Einprogrammierte Tendenzen in KI-Systemen, die zu Diskriminierung und Ausschluss führen, 3. Algorithmisches Profiling von Menschen als Bedrohung des politischen und kulturellen Pluralismus, 4. Ansammlungen riesiger Datenmengen für maschinelles Lernen, 5. Herausforderungen bei der Auswahl von Daten bezüglich Qualität, Quantität und Relevanz, 6. Menschliche Identität im KI-Zeitalter: Wie sollen wir künftig mit humanoiden Robotern umgehen?

QUELLEN: WWW.OESTA. GV. AT, WWW.WIKIPEDIA, WWW.OESTERREICH100. AT, WWW.OTS. AT (13.10.2017,8.6.2018, STICHWORT ("GEDENKDIENST"); EUROPÄISCHE RUNDSCHAU 2017/4,45. JG.; ZEITGESCHICHTE JULI/AUGUST 2016,43. JG.

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