: MONDLANDUNG

Wahnsinn: Außerirdische reflektieren mit Spiegeln das Licht vom Mond!

Oder es ist doch so, dass Apollo 11 Lasereflektoren auf dem Mond zurückgelassen hat, die heute noch funktionieren?

JULIANE FISCHER
vom 13.11.2019

Buzz Aldrin betrat als zweiter Mensch den Mond. Er hätte die Zweifel ausräumen sollen. Doch als ihn der Verschwörungsfilmemacher Bart Sibrel bat, auf die Bibel zu schwören, dass er wirklich auf dem Mond war, platzte ihm der Kragen. So kursieren bis heute Gerüchte, die Mondlandung sei eine Inszenierung im Filmstudio gewesen. Dabei lässt sich ein solches Ereignis einfach nicht faken: Die Forschung arbeitet mit Mondgestein und mithilfe der drei Laserreflektoren, die Apollo 11 auf dem Erdtrabanten zurückgelassen hat. Sie funktionieren wie die Retroreflektoren zwischen den Fahrradspeichen, indem sie einfallendes Licht wieder dahin zurückwerfen, woher es gekommen ist. Mit bloßem Auge kann man den Strahl nicht sehen, aber am Computerbildschirm. Von hundert Billiarden zum Mond ausgesendeten Lichtteilchen kommt nämlich nur eines retour. Speziell ausgerüstete Observatorien etwa in menschenleeren Gebieten von Texas, einer Karstebene in Süditalien und im Bayerischen Wald können die Reflektoren ansteuern. Sie bestimmen den Abstand zum Mond zentimetergenau und messen Satellitenbahnen. Außerdem zeigen Analysen, dass sich der Mond auf seiner Bahn so verhält, wie es Einstein vorausgesagt hat. Noch viel wichtiger erscheint in Zeiten, wo Unumstößliches wieder in Frage gestellt wird, allerdings ihre Aufgabe als handfester Beleg dafür, dass tatsächlich Menschen auf dem Mond waren. Entgegen jeglicher Verschwörungstheorie.

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