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Endstation Steppe: Das Glossar

JOCHEN STADLER
vom 08.07.2020

Aprilwetter Im vergangenen Jahrhundert wurden die stündlich zwischen Regen und Sonnenschein wechselnden Bedingungen im Frühjahr so geschimpft. Der April zeichnete sich heuer durch anhaltendes Schönwetter aus.

Bewässerung Versorgung von Nutzpflanzen und Ziergewächsen mit Wasser, um ihr Wachstum zu fördern oder überhaupt erst möglich zu machen.

Bewölkung Gebilde aus kondensiertem Wasser in der Erdatmosphäre.

Bodenversiegelung Schaffung künstlicher Wüsten aus Beton, Teer und Ziegelstein durch die Menschen.

Borkenkäfer Führen synchronisierte Massenangriffe auf von Trockenheit vorgeschädigte Bäume durch.

Dürre Langfristiger Mangel an Wasser und Niederschlag in einem Gebiet. Wird durch den Klimawandel in Österreich häufiger.

Extremniederschläge Werden wie Dürren in Mitteleuropa heftiger.

Flachwurzler Bäume wie Fichten, Hainbuchen und Weiden, deren Wurzeln sich in den oberen Bodenschichten ausbreiten, haben kaum Zugang zu tiefer liegenden Wasservorräten.

Gießen Bewässerung im Kleinformat wie etwa bei Balkon-Blumenkästen und Gartenbeeten.

Gewitter Werden in Mitteleuropa durch den Klimawandel immer heftiger und bringen mit steigender Temperatur stärkere Niederschläge.

Grundwasser Im Boden gespeicherte Nässe. Ist in Österreich die mit Abstand wichtigste Ressource für Trinkwasser.

Hydrologische Dürre Entsteht, wenn die Wasserstände in Seen und Flüssen weit unter den Normalwert fallen oder sie gar austrocknen wie der Neusiedler See von 1865 bis 1871.

Klima Das durchschnittliche Wetter in einem bestimmten Areal.

Klimawandel Vom menschlichen Treibhausgasausstoß angetriebene Temperaturerhöhung der Erdatmosphäre, die unter anderem die Großwetterlagen auf der ganzen Welt zunehmend verändert.

Kulturland Von Menschen durch Besiedelung oder Anbau geprägte und gegenüber dem natürlichen Zustand massiv veränderte Landschaft.

Landwirtschaftliche Dürre Durch Wassermangel in Wurzelhöhe der Nutzpflanzen sinkt der Ertrag, oder die Ernte fällt sogar aus.

Luftfeuchtigkeit Anteil des Wasserdampfes am Gasgemisch der Luft. Wird meist als relative Luftfeuchtigkeit angegeben, als Prozentanteil davon, wie viel von der möglichen Höchstmenge sich darin befindet.

Meteorologische Dürre Entsteht, wenn in einer Klimaregion über längere Zeit weniger Niederschlag als gewöhnlich fällt.

Niederschlag Wasser, das samt möglicher Verunreinigungen in flüssiger oder fester Form auf die Erde fällt.

Niederschlagsmessstation Im Prinzip ein Kübel, der einen Meter über dem Erdboden aufgehängt ist und den Niederschlag auffängt, dessen Menge anschließend meist durch Gewichtsmessung bestimmt wird.

Nutzpflanzen Dienen den Menschen als Nahrungs-, Genuss-und Heilmittel sowie als Viehfutter und brauchen eine gewisse Menge Niederschlag oder Bewässerung zum Wachsen.

Schönwetter Anhaltender Sonnenschein bei hohen Temperaturen. Erfreut die Psyche des Menschen. Anhaltendes Schönwetter belastet jedoch die Körper von Menschen und Tieren sowie die Pflanzenwelt massiv und treibt den Landwirten den Angstschweiß auf die Stirn, weil sie dann fürchten müssen, dass ihre Wiesen und Felder verdorren.

Starkregen Mehr als zehn Liter Niederschlag pro Quadratmeter pro Minute.

Steppe Recht öde Landschaft, wo keine Bäume, aber Kräuter und Gräser stehen. Meist ist es dort im Winter kalt und im Sommer trocken.

Trockenheit Fehlen von Flüssigkeit und Feuchtigkeit. Kennzeichnet knarzende Kugellager und Wüsten.

Trockentoleranz Die Fähigkeit mancher Pflanzen und Feldfrüchte durch Evolution, klassische Züchtung oder Gentechnik längere Trockenphasen zu überstehen.

Überschwemmungen Ein Beispiel, dass zu viel des Guten so gut nicht ist. Vegetation Pflanzenbewuchs in einem Gebiet.

Verdunstung Übergang vom flüssigen in den gasförmigen Zustand. Passiert nur dann, wenn die Gasphase über einer Flüssigkeit noch aufnahmefähig ist.

Versalzung Überhöhte Anreicherung von wasserlöslichen Salzen im Boden. Geschieht, wenn die Wasserbilanz negativ ist, also die Verdunstung größer ist als die Niederschlagsmengen.

Versteppung Die Entstehung einer Steppe in einstigen Wald-oder Buschgebieten, etwa durch Abholzung, den Klimawandel oder durch das Absinken des Grundwasser-Spiegels.

Waldbrandgefahr Wird durch vom Klimawandel verursachte Trockenheit und Dürre größer.

Wetter Der kurzfristige Zustand der nahen Erdatmosphäre, wie er vom Beobachtungsort an der Erdoberfläche wahrgenommen werden kann.

Wetterradar Geräte, die den Himmel nach Wassertröpfchen abscannen.

Wüste Gegend ohne oder mit nur weniger Vegetation, weil es sehr kalt oder trocken ist. Entsteht aber auch, wenn die Pflanzendecke bis auf das Grundsediment und Grundgestein abgeweidet wurde.

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