AUSGESUCHTE ZAHLEN ZUM THEMA

ZUSAMMENGESTELLT VON SABINE EDITH BRAUN
vom 21.10.2020

60.000 chinesische Schulen setzten bereits 2018 eine KI-Software zur Benotung von Chinesisch-und Englischaufsätzen ein. Weder Eltern noch Schüler wussten darüber Bescheid.

2.500 Schülerinnen und Schüler zwischen zehn und 19 Jahren wurden von einem Team der Fakultät für Psychologie der Universität Wien online befragt, ob im Unterricht über die Zeit des Home-Learnings gesprochen wurde. 86 Prozent antworteten mit "manchmal", zwölf mit "selten", zwei mit "gar nicht".

62.700 tägliche Nutzer verwendeten laut Bildungsministerium während des Lockdowns die Internetseiten lernplattform.schule.at (Moodle), gefolgt von LMS. at mit 50.000 und eduvidual.at (Moodle) mit 9.900.

10 bis 60% der Lern-und Unterrichtszeit gehen durch die Wiederholung von bereits vorhandenem Wissen verloren. Zehn bis 40 Prozent der Jugendlichen sind sich ihrer Defizite gar nicht bewusst. Adaptive Lernsysteme im Klassenzimmer können dabei Abhilfe schaffen, indem sie Übungsaufgaben an die Präferenzen und den Lernfortschritt anpassen.

8 Punkte umfasst der Masterplan des Bildungsministeriums für die Digitalisierung des Bildungswesens, darunter die Vereinheitlichung der bis dato unterschiedlichen Plattformen sowie die Ausgabe mobiler Endgeräte ab 2021/22. Dafür sind 200 Millionen Euro eingeplant.

500 Mrd. Zeichenfolgen umfasst das Training für das auf Texterstellung konditionierte US-Sprachsystem GPT3. Der Textdatensatz besteht aus 175 Mrd. Verbindungsparametern. Das menschliche Gehirn verfügt über 10 14 synaptische Verbindungen.

1.760 Lehrpersonen aller Schultypen gaben bei einer Onlinebefragung an, zu 73 Prozent "sehr gut" bzw. "ziemlich gut" mit dem Unterrichten von zu Hause aus zurechtgekommen zu sein. Rund sechs Prozent meinten "eher nicht", knapp drei Prozent "gar nicht".

1.410.000.000 Ergebnisse spuckt die Suchmaschine Google aus, gibt man den Begriff "Distance Learning" ein. Davon waren weltweit rund 1,5 Milliarden Kinder betroffen.

Seiten 10 bis 22

Arnold Pöschl ist seit 2009 als freier Fotograf in Klagenfurt und Wien tätig und unterrichtet als freier Lehrbeauftragter Fotografie und Fotografietheorie an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Der dort lebende Künstler befasst sich in diesem Heft fotografisch mit den Auswirkungen der Digitalisierung während der Corona-Krise. Er taucht in die Welt von Schülern, Studierenden, Eltern und Lehrpersonen ein, die den neuen Herausforderungen gegenüberstanden. Doch neue Zeiten fordern und fördern auch immer neue Wege. Toleranz und gegenseitiges Verständnis sind für Pöschl der Schlüssel im wertschätzenden Miteinander. www.arnoldpoeschl.com

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