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ZUSAMMENGESTELLT VON SABINE EDITH BRAUN

vom 31.03.2021

50.000.000 Menschen weltweit sind von Demenz betroffen. In der Pandemie leiden je nach Wohnort 20 bis 40 % von ihnen an Einsamkeit. Bei 24 %aller Covid-assoziierten Todesfällen lag eine komorbide neurologische Erkrankung oder Demenz vor.

140.000 Menschen in Österreich leiden an Demenz, das entspricht etwa der Einwohnerzahl der Wiener Bezirke Hietzing und Brigittenau oder der Gesamtzahl aller 50-Jährigen in Österreich.

336 Seiten Seiten stark ist "Small World"(1997), der erste Teil von Martin Suters "neurologischer Trilogie". Den an Demenz leidenden Konrad, 60, plagen Erinnerungen. Er besucht den reichen Kindheitsfreund Thomas. Dessen Mutter will verhindern, dass die Vergangenheit ans Licht kommt.

2/3 der Demenzkranken sind Frauen. Besonders gefährdet sind jene mit wenigen fruchtbaren Jahren: Wer mit 16 (oder später) die erste Periode bekommt, hat ein um 23 %höheres Risiko, an Demenz zu erkranken; wer vor 47 (oder früher) in die Menopause kommt, ein um 20 %höheres Risiko als der Durchschnitt.

45.321.893 $ spielte der Film "Still Alice"(2015, UK) weltweit ein: 41,6 Millionen an den Kinokassen, 3,7 Millionen als Video. Julianne Moore (Oscar für beste Hauptdarstellerin) spielt eine Linguistin, die mit 50 an Alzheimer erkrankt. Die Romanvorlage der Neurowissenschafterin Lisa Genova erschien 2007.

80 % der Demenzkranken in Österreich werden zu Hause versorgt, meist von Frauen. Laut Pflegetelefon des Sozialministeriums bestand bei 2.276 privaten Pflegepersonen in 2.219 Fällen ein Verwandtschaftsverhältnis zu den Gepflegten. Von 1.782 weiblichen Pflegenden waren 807 Töchter, 301 Ehefrauen, 165 Mütter, 117 Schwiegertöchter und 96 Lebensgefährtinnen.

1906 wurde Alzheimer zuerst beschrieben. Acht typische Symptome, von "Störungen der Sprache" bis "schwankende Gefühlslage", sind definiert. Bei Früherkennung lässt sich in 50 %der Fälle der Ausbruch um bis zu 1,5 Jahren hinauszögern. "Zehn Grundregeln für das Zusammenleben" mit Demenzkranken empfiehlt ein Pharmakonzern.

75 Millionen Demenzkranke wird es weltweit im Jahr 2030 geben, im Jahr 2050 schon 132 Millionen, schätzt die WHO. Für 2030 bedeutet das einen weltweiten Mehrbedarf von 40 Millionen Jobs im Gesundheits-und Sozialbereich und weitere 18 Millionen im Niedriglohnbereich.

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