HOCHSCHULISCHE WEITERBILDUNG

Das Minsterium stellt Weichen für die Zukunft der hochschulischen Weiterbildung

Die hochschulische Weiterbildung in Österreich soll vereinheitlicht und an die Bologna-Struktur angeglichen werden

WERNER STURMBERGER
vom 26.05.2021

"Es ist unser Ziel, mit der Reform der hochschulischen Weiterbildung Einheitlichkeit, Gleichwertigkeit und Durchlässigkeit im österreichischen Hochschulsystem zu verstärken", sagt Elmar Pichl, Sektionschef im BMBWF. Die Qualifikation einer Erstausbildung würde immer seltener für ein ganzes Berufsleben reichen, gleichzeitig würden auch Bildungskarrieren immer individueller werden. "Es muss darum möglich sein, in jeder Lebensphase und unabhängig vom Alter in eine hochschulische Ausbildung einsteigen zu können."

Eckpunkte der Reform sehen gleiche Regelungen für Weiterbildungslehrgänge in allen Hochschulsektoren, eine Reduktion der Titelvielfalt sowie die Einführung eines außerordentlichen Bachelorstudiums vor. Weiterbildungsstudien werden an die Bologna-Struktur angeglichen. Studierende mit einem Weiterbildungsmaster können auch Doktorats-oder PhD-Studien belegen. Privatuniversitäten und -hochschulen sollen ohne Akkreditierung Weiterbildung in ihren Studienrichtungen anbieten können. Die Qualität soll eine hochschulinterne Qualitätssicherung garantieren, außerdem ein neues, externes Qualitätssicherungsverfahren. Im Oktober dieses Jahres soll die Reform mit einer zweijährigen Übergangszeit in Kraft treten. Studierende in Weiterbildungen der bisherigen Form werden genügend Zeit erhalten, um ihr Studium abzuschließen. Die bisherige Höchststudiendauer wird verdreifacht.

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