KOPF IM BILD

Wasserflöhe

USCHI SORZ
vom 29.09.2021

Für schlüssige Prognosen zum globalen Wandel und zur Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen braucht man mehr Wissen über das Zusammenspiel verschiedener Faktoren, die das Ökosystem stressen. Dazu möchte Markus Möst vom Institut für Ökologie der Uni Innsbruck beitragen. Mit den Mitteln des START-Preises, mit dem ihn der Wissenschaftsfonds FWF im Juni auszeichnete, untersucht er öko-evolutionäre Dynamiken anhand von Wasserflöhen. "Diese Organismen sind ein zentrales Element des Nahrungsnetzes. Darum lassen ihre Reaktion auf Stressoren Rückschlüsse auf den Zustand aquatischer Ökosysteme zu", sagt der Osttiroler. Entgegen ihrem Namen sind die Winzlinge Krebstiere. Wegen überdüngter Gewässer haben sich in der Vergangenheit unterschiedliche Arten gekreuzt, was zu genetischen Veränderungen führte. Nun sind sie Hitzewellen ausgesetzt. "Mich interessiert, wie diese ökologischen und evolutionären Prozesse einander im Lauf der Zeit beeinflussen."

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