AUSGESUCHTE ZAHLEN ZUM THEMA

ZUSAMMENGESTELLT VON SABINE EDITH BRAUN
vom 01.12.2021

33 Prozent der 1.008 österreichischen Befragten für eine Eurobarometer-Studie zur Einstellung gegenüber Wissenschaft und Technik gaben an, Wissenschaftler*innen seien "engstirnig". In Spanien denken dies 15 Prozent der Befragten, in den Niederlanden 13 und in Malta 10. Im EU-Schnitt sind es 24 Prozent.

2050 soll die EU der erste klimaneutrale Kontinent sein. Die Pkw-Emissionen müssten dazu bis 2030 um 55 Prozent (gegenüber 1990) sinken. "Elektromobilität" kann man jetzt auch studieren. In Österreich bietet das berufsbegleitende Master-Studium "Green Mobility" am FH Campus Wien zwanzig Studienplätze.

50 Plagiatsverfahren gab es an der Universität Wien seit dem Studienjahr 2005/06. In 32 Fällen kam es zur Nichtigerklärung wissenschaftlichr Arbeiten, in 26 zur Aberkennung von verliehenen Graden. Fünf Fälle wurden nach Berufung in zweiter Instanz abgewiesen, eine Beschwerde beim VwGH wurde als unbegründet abgewiesen. Bis 2019/20 waren drei Verfahren laufend.

1.321 Titel umfasst die Liste von "Predatory Journals"."Räuberverlage" publizieren gegen Geld wissenschaftliche Artikel, ohne sie einem ordentlichen Peer-Review zu unterziehen. 2013 wurde als Experiment ein fehlerhaftes Manuskript bei einer Reihe von Open-Access-Verlagen eingereicht - 60 Prozent nahmen es an.

1.280 Personen beteiligten sich heuer an der Zählung von Spechten und Spatzen in Wien. Die insgesamt 1.927 Meldungen umfassten rund 8.500 Vögel. Bei einem anderen "Croudsourcing-Projekt" transkribierten Interessierte für das Wien Museum rund 2.000 handgeschriebene Postkarten ab dem Jahr 1885.

2006 gab es an der Universität Wien das erste Masterstudium für Gender Studies in Österreich. 2009 wurden die Universitäten zu einer vierzigprozentigen Frauenquote in allen universitären Kollegialorganen verpflichtet. 2013 gab es an 18 von 22 Universitäten eine institutionell verankerte Koordinationsstelle für Geschlechterforschung. 2015 wurde die vierzigprozentige Frauenquote in Kollegialorganen auf fünfzig Prozent erhöht.

6,74 Millionen wissenschaftliche Artikel listet die Onlinedatenbank Directory of Open Access Journals (DOAJ) in insgesamt 17.000 Zeitschriften aus 129 Ländern und in achtzig verschiedenen Sprachen.

27,5 Prozent bei Männern, 22,3 Prozent bei Frauen. Das ist die Bewilligungsquote für FWF-Einzelprojekte im Jahr 2020. Nach Disziplinen: Naturwissenschaften 30,8 Prozent, Geisteswissenschaften 29,9, Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften 18,7.2010 sah es so aus: Männer 32,5 Prozent, Frauen 26,7, Naturwissenschaften 35,6 Prozent, Geisteswissenschaften 36,5, Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften 26,7.

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