AUSGESUCHTE ZAHLEN ZUM THEMA

ZUSAMMENGESTELLT VON SABINE EDITH BRAUN
vom 26.10.2022

125.000 Wiener Haushalte sollen bis 2030 mit Wärme aus der Tiefe (Geothermie) versorgt werden. Diese schlummert im sogenannten Aderklaaer Konglomerat als Heißwasser in 3.000 Metern Tiefe und hat ein Potenzial von 120 Megawatt.

2.400 Biomasse-Nahwärmeanlagen produzieren in Österreich regionale Wärme. Rund achtzig Prozent der Biomasse dienen zur Bereitstellung von Raum-und Prozesswärme. In den letzten zwanzig Jahren wurden in Haushalt und Kleingewerbe mehr als 8.500 Megawatt Kesselleistung installiert: in Form von Scheitholz-, Pellets-oder Hackgutkesseln, Kamin-und Kachelöfen oder Herden.

58.092 Fotovoltaikanlagen gibt es in Niederösterreich, sechsmal so viele wie noch 2011. Im Jahr 2021 betrug ihre Leistung 663 Megawatt. Das entspricht der Strom versorgung von 190.000 Haushalten oder dem CO2-Ausstoß von 128.000 Autos.

1.307 Windräder drehen sich zurzeit in Österreich. Ihre Gesamtleistung beträgt 3.300 Megawatt. Damit können etwas mehr als zwei Millionen Haushalte mit Energie versorgt werden. Am 4. Oktober lag die österreichweit generierte Windkraftenergie bei 23,6 Gigawattstunden.

1929 wurde das Nukleotid Adenosintriphosphat (ATP) entdeckt. Es wird zur Kontraktion von Muskeln benötigt. Ein Erwachsener mit achtzig Kilogramm Körpergewicht baut täglich rund vierzig Kilogramm ATP auf und auch wieder ab. Bei schwerer körperlicher Arbeit kann der ATP-Umsatz auf 0,5 Kilogramm pro Minute ansteigen.

3.500 Liter Wasser beinhalten die 129 Einzel elemente des Fassaden-Bioreaktors am fünfstöckigen "Hamburger Algenhaus". Die Mikroalgen beliefern durch Fotosynthese nicht nur 15 Wohnungen mit Energie, sondern werden auch geerntet: Als Nahrungsergänzungsmittel ist ein Kilo bis zu dreißig Euro wert.

28 Prozent der in Österreich erzeugten Energie stammten 2019 aus Wasserkraft. Innerhalb der erneuerbaren Energien lag der Wasserkraft-Anteil sogar bei 34 Prozent. 2020 entsprach dies einer Stromenergie von 45,5 Terawattstunden. Laut WWF erfüllen achtzig Prozent der 5.200 österreichischen Wasserkraftwerke ökologische Mindeststandards nicht.

Bei 840 Milliarden Euro soll das Marktpotenzial von "grünem Wasserstoff" bis zum Jahr 2050 liegen. Als "grün" gilt Wasserstoff, wenn er auf Basis erneuerbarer Energieträger erzeugt wird, also klimaneutral ist. Bei der Produktion von einer Tonne Wasserstoff aus Erdgas werden hingegen zehn Tonnen Kohlendioxid freigesetzt, ihn nennt man "grauen Wasserstoff".

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