Debatte in Österreich: Gen-Marille

aus HEUREKA 1/00 vom 23.02.2000

In Österreich haben lautstark ausgetragene Kontroversen um die Gentechnik bereits eine gewisse Tradition. Im Spätherbst letzten Jahres war es dann wieder so weit. Mit finanzieller Unterstützung des Wissenschaftsministeriums wollte die Universität für Bodenkultur (Boku) mit virusresistenten Marillen ins Freiland gehen. Diese so genannte "Sicherheitsforschung" wurde von Gentechnikgegnern wie Ulli Sima und Heike Moldenhauer als bloße Tarnung zurückgewiesen. Die Wissenschaftler an der Boku warfen diesen wiederum vor, sich nicht unvoreingenommen und intensiv mit dem Vorhaben auseinanderzusetzen. "Die Bedrohung liegt in der Ignoranz!", titelte der Standard mit Rektor Leopold März.

Um die verfahrenen Fronten aufzulösen, laden Studierende der Boku am 7. März zu der Informationsveranstaltung "Gen-Marille & Risikoforschung". Es referieren und diskutieren Margit Laimer da Camara Machado, Otto Doblhoff-Dier (beide Institut für Angewandte Mikrobiologie), Werner Müller (Ecological Risk Research) und Karl Pieber (Institut für Obstbau). Moderation: heureka!.

"Gen-Marille & Risikoforschung". 7.3.2000,18 Uhr, Hörsaal EH02, Exnerhaus, 19., Peter-Jordan-Str. 82

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