"Wir entwickeln Manpower"/Der FWF in Zahlen

aus HEUREKA 4/00 vom 27.09.2000

Der Fond zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung hat im Vorjahr 870 Millionen Schilling für die Forschung in Österreich verteilt. Naturwissenschaften und Technik erhielten davon 60 Prozent, die Medizin 22 Prozent, Geistes- und Sozialwissenschaften 18 Prozent. Rund drei Viertel der 870 Millionen wurden zur Finanzierung von 1536 Stellen für Doktoranden und Postdocs verwendet.

Projekte: Auf derzeit 1094 FWF-Forschungsprojekte von bis zu 3 Jahren Laufzeit entfallen 68 Prozent des Budgets. 2205 Gutachter aus 41 Ländern haben unentgeltlich Anträge geprüft. Die 19 Referenten des FWF, Durchschnittsalter 54 Jahre und allesamt Professoren, wählen die Gutachter aus, lesen die Gutachten und werten sie aus. 10 wissenschaftliche Sachbearbeiter betreuen die Antragsteller, Gutachter und Referenten. Durchschnittlich 5 Monate und 3 Tage dauerte es 1999 von der Antragstellung bis zur Entscheidung. Die Bewilligungsquote betrug 1999 bei Projektanträgen 53,4 Prozent. Gekürzt wurde dabei im Durchschnitt um 26 Prozent auf 780.000 Schilling pro Jahr und Projekt.

Schwerpunkte: 13 Forschungsschwerpunkte zur Vernetzung innerhalb Österreichs und 16 Spezialforschungsbereiche für fachübergreifende Großprojekte an einem Ort, mit Laufzeiten von bis zu 5 bzw. 10 Jahren, werden mit 24 Prozent des Budgets gefördert.

Stipendien und Preise: 114 Erwin-Schrödinger-Stipendiaten forschen derzeit im Ausland, 22 Impuls-Postdocs in der Wirtschaft und Ausländer auf 24 Lise-Meitner-Stellen in Österreich. 24 Hertha-Firnberg- und 22 Charlotte-Bühler-Stellen fördern gezielt Karrieren von Wissenschaftlerinnen. Diese Programme machen etwa 7 Prozent des Budgets aus.

26 Start-Preisträge, Höchstalter 35 Jahre, und 11 Wittgenstein-Preisträger bekamen seit 1996 die Chance, Arbeitsgruppen auf- und auszubauen (mehr dazu auf Seite 16 und 17).

Publikationen: 73 Druckkostenzuschüsse von durchschnittlich 146.000 Schilling wurden 1999 zur Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten vergeben. Das machte 1 Prozent des Budgets aus. S. L.

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