Mitleid mit toten Mäusen/Fünftes Rahmenprogramm: Österreichs Beteiligung

aus HEUREKA 4/00 vom 27.09.2000

Rund 50 Milliarden Schilling im Jahr lässt sich die Europäische Union das 5. Rahmenprogramm für Forschung und Technologieentwicklung kosten. In diesen Topf zahlt Österreich, legt man seinen Anteil von 2,7 Prozent zugrunde, über den EU-Beitrag 1,35 Milliarden Schilling ein. Bis zu 6,5 Prozent des Budgets sind für Verfahrens- und Verwaltungskosten reserviert. 13,3 Prozent gehen in zentrale Großforschungszentren wie das Euratom.

Den Rückfluss nach Österreich kann man deshalb an den verbleibenden etwa 80 Prozent messen. Das ergibt einen fairen Wert von knapp 1,1 Milliarden Schilling im Jahr oder 4,5 Milliarden über das gesamte Programmbudget, aus dem noch bis 2002 Gelder verteilt werden. Derzeit gibt es nicht einmal vorläufige Schätzungen, wie österreichische Firmen und Institute bislang abschneiden. Im4. Rahmenprogramm, in dem bis 1998 Projekte bewilligt wurden, die zum Teil noch laufen, wurde der Rückfluss nach Österreich mit 70 Prozent angegeben. Das hat immerhin die niedriger liegenden Erwartungen übertroffen.

Das Büro für internationale Forschungs- und Technologiekooperation (BIT) zählt im 5. Rahmenprogramm bislang 81 Projekte mit einem österreichischen Koordinator, eingereicht wurden 362 Anträge unter heimischer Federführung. Zu dieser Erfolgsquote von 23 Prozent kennt das BIT keine aktuellen EU-weiten Vergleichszahlen. Bei 383 Projekten gibt es einen oder mehrere österreichische Partner. Insgesamt werden 521 österreichische Beteiligungen gezählt. Mindestens einmal beteiligt sind 134 universitäre Einrichtungen und 52 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie 136 Unternehmen und 31 staatliche und gemeinnützige Stellen. S. L.

Weitere Artikel lesen


Anzeige

Anzeige