Veranstaltungen: "Welten im Wandel"

aus HEUREKA 4/00 vom 27.09.2000

Konferenz Die fast vollständigen Entschlüsselung des Genoms vor wenigen Monaten gab einen Vorgeschmack darauf, was uns im 21. Jahrhundert erwarten wird: Was in den Medien als die "größte wissenschaftliche Revolution unserer Zeit" bezeichnet wurde, wird im 21. Jahrhundert nicht nur unabsehbare Folgen für die Medizin, sondern auch enorme gesellschaftliche Auswirkungen haben.

Seit rund drei Jahrzehnten gibt es einen eigenen, interdisziplinären Forschungsbereich, der sich mit historischen, gegenwärtigen und künftigen Wechselwirkungen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft beschäftigt: die Wissenschafts- und Technikforschung.

Vom 27. bis 30. September findet an der Universität Wien die "Weltkonferenz" dieses interdisziplinären Fachs statt, an der knapp 1000 Wissenschaftsforscherinnen und -forscher von allen Teilen des Globus teilnehmen werden. Das Generalthema des Kongresses lautet "Welten im Wandel: Technowissenschaften, Bürgerrechte und Kultur im 21. Jahrhundert" - und steckt auch wichtige forschungspolitische Fragen ab: Wie sehr beeinflussen die technowissenschaftlichen Entwicklungen die politischen Verhältnisse der Zukunft? Wie können umgekehrt die Bürger und die Politik auf die Wissenschaften Einfluss nehmen? Und wie verändern sich dadurch auch unsere persönlichen und kulturellen Identitäten, wie unsere sozialen Beziehungen?

Antworten geben prominente Vordenker des Faches - wie Yaron Ezrahi, Steve Fuller, Donna Haraway, Bruno Latour oder Helga Nowotny.

Detaillierte Informationen zum Programm und Anmeldung im Internet: http://www.univie.ac.at/ Wissenschaftstheorie/conference2000/ Podiumsdiskussion Weil sich der Rat für Forschung- und Technologieentwicklung in den nächsten Monaten strenge Verschwiegenheit auferlegt hat und die beiden zuständigen Minister anderweitig beschäftigt sind, werden die zentralen Akteure für die "Perspektiven für Forschung und Entwicklung in Österreich" fehlen.

Sonst wird aber alles, was in Österreich forschungspolitisch Rang und Namen hat, am 29. September bei der gleichnamigen Podiumsdiskussion an der Universität Wien vertreten sein.

Hausherr Georg Wincker, gleichzeitig Chef der Rektorenkonferenz, wird ebenso ein Impulsreferat halten wie die beiden zuständigen Sektionschefs Raoul Kneucker und Norbert Roszenich, FWF-Präsident Arnold Schmidt, TU-Rektor Peter Skalicky und Gergart Braunegg von der BUKO.

29. September 2000, 14 bis 16 Uhr im Juristen-Sitzungssaal, Universitäts-Hauptgebäude, Dr. Karl Lueger-Ring 1.

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