"Wir werden die Kluft schließen"/Der Europäische Forschungsraum

aus HEUREKA 5/00 vom 13.12.2000

Allein in den letzten fünf Jahren gab es europaweit 250.000 wissenschaftliche Kooperationen. Der EU ist das nach wie vor zu wenig. Um die Zusammenarbeit in Europa weiter zu forcieren, hat Kommissar Philippe Busquin im Jänner ein Positionspapier zur Schaffung eines "Europäischen Forschungsraumes" (EFR) vorgelegt, das Mitte Juni vom Europäischen Parlament befürwortet wurde. Hauptziel der Initiative: Es soll überhaupt keine Binnengrenzen mehr für die EU-Forschung geben, um zwischenstaatliche Kooperationen ebenso zu forcieren wie die weitere Förderung der Mobilität von Forschern. Zudem sollen die nationalen Forschungspolitiken besser koodiniert werden. Der Europäische Forschungsraum soll spätestens gemeinsam mit dem sechsten Rahmenprogramm ab 2003 Realität werden. Dadurch erhofft man sich, insbesondere die Strukturdefizite gegenüber den USA und Japan abzubauen. Doch auch bei den Geldmitteln hat die Konkurrenz bislang eindeutig die Nase vorn. Ob für den EFR und das sechste Rahmenprogramm allerdings mehr Geld zur Verfügung stehen wird, steht bislang noch in den (15 EU-) Sternen.

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