Kleines ABC des Spritzensports

aus HEUREKA 1/04 vom 07.07.2004

Anabolika Synthetisch hergestellte Substanzen, deren Struktur den Hormonen der Nebennierenrinde ähnelt und die zum Muskelaufbau genutzt werden.

Vgl. > Steroide.

Blutdoping Ende der Sechzigerjahre entwickelte Dopingmethode, bei der dem Athletenkörper Blut abgenommen und kurz vor dem Rennen "verdickt" wieder zugeführt wird. Ähnliche Wirkungen und Nebenwirkungen wie > EPO.

EPO Abk. für das menschliche Peptidhormon Erythropoietin. Wurde zur Behandlung von Patienten mit Anämie, also Blutarmut entwickelt, da es die Bildung der roten Blutkörperchen im Knochenmark stimuliert, was wiederum die Sauerstoffversorgung der Muskelzelle und damit die Ausdauerleistungsfähigkeit verbessert. Nebenwirkungen: Herzüberlastung und Bluteindickung, beides kann tödlich sein.

Gendoping Schwer abzusehendes Feld neuer gentechnologischer Methoden. In wenigen Jahren erwartet werden lokale Injektionen bestimmter Gene im Muskel, um dort vermittelt durch Hormone das Muskelwachstum anzuregen. Bisher sind nur Tierversuche bekannt, praktisch unnachweisbar. Nebenwirkungen: unabsehbar.

HGH Abk. für menschliches Wachstumshormon (Human Growth Hormone), das heute die anabolen >Steroide z.T. abgelöst hat. Hilft beim Muskelauf- und Körperfettabbau. Nebenwirkungen: verlängerte Knochen (z.B. vergrößertes Kinn), Herzmuskelerkrankungen, erhöhtes Tumorrisiko. Noch nicht nachzuweisen.

(Anabol-androgene) Steroide Organische Verbindungen wie die Geschlechtshormone oder Hormone der Nebennierenrinde. Wirken auf den Muskelstoffwechsel, stimulieren die Eiweißsynthese und tragen so zu vermehrter Muskelbildung bei. Nebenwirkungen: erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko, Akne, bei Frauen Vermännlichung.

THG Abk. für Tetrahydrogestrinon. Künstlich hergestelltes, androgen-anaboles Steroid. Erst vor kurzem erfunden, mittlerweile nachweisbar. K. T.

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