Zu Ende gedacht

aus HEUREKA 2/06 vom 13.12.2006

25 ergänzte Sätze von an Christoph Badelt, Rektor der Wirtschaftsuniversität Wien

Das Internet ... ist ein banaler Teil meines Alltags.

Im Netz verbringe ich ... täglich nicht sehr viel Zeit, weil ich mehr mit Menschen rede.

E-Mails lese und schreibe ich ... aus Neugierde gerne selbst, schaffe das aber nicht immer.

E-Learning ...

gehört an unserer Universität zum selbstverständlichen Standard.

Digitalisierung in der Forschung ...

wird übertrieben, denn die Dinge haben manchmal eine Dimension, die sich nicht durch Digitalisierung abbilden lässt.

Ein guter Tag beginnt ...

für mich mit einem ausgeschlafenen Gefühl und einer Nordic-Walking-Tour im morgendlichen Wald.

Die Zeit meines Studiums ...

habe ich in guter Erinnerung.

Mein größter universitärer Erfolg ...

war es, Sozialpolitik und Non-Profit-Forschung an der WU etabliert zu haben.

Am meisten ärgere ich mich ...

über die Ignoranz der Politik in Sachen Hochschulzugang und Studienplatzfinanzierung.

Besonders stolz macht mich ...

wenn ich Dinge, die zuerst kontrovers gesehen werden, schlussendlich im Einvernehmen umsetzen kann.

Sorge macht mir ...

an meiner Universität ein vielfach zu hohes Maß an Selbstzufriedenheit.

Als Rektor möchte ich ...

durchsetzen, dass die WU ihrem ausgezeichneten Ruf dauerhaft gerecht wird.

Die Rektorenkonferenz sehe ich ...

als Plattform des Gedankenaustauschs und des politischen Lobbyings für die Interessen der Universitäten.

Wissenschaftler sind Menschen ...

da braucht man nichts ergänzen ...

Als Wissenschaftsminister ...

würde ich zu dem stehen, was ich jetzt als Rektor fordere. Und es auch umsetzen.

Mein Lebensmotto ...

lautet: "Das wird mir gelingen".

Mein schlimmster Irrtum ...

steht mir vielleicht noch bevor.

Ich frage mich manchmal ...

wann wir unseren Studierenden adäquate Ausbildungsbedingungen bieten werden können.

Am meisten verabscheue ich ...

Verlogenheit.

Auf meinem Nachtkästchen liegt ...

jene Literatur, die ich eigentlich schon immer lesen wollte.

Mein Lieblingsschriftsteller ...

ist John Irving.

Am liebsten höre ich ...

fröhliche Menschen und Mozarts Klarinettenkonzert.

Wenn ich mehr Zeit hätte ...

wäre ich mehr im Waldviertel und hätte wieder einen Neufundländer.

Das letzte Mal Herzklopfen ...

hatte ich, als ich im Ennstal zu schnell den Berg hinaufgegangen bin.

Ich habe den Traum, dass ...

ein paar österreichische Universitäten internationale Spitzeneinrichtungen werden.

Christoph Badelt

Der geborene Wiener studierte und promovierte an der Wirtschaftsuniversität Wien, wo er sich auch habilitierte. Seit 2003 ist der ordentliche Universitätsprofessor für Wirtschafts-und Sozialpolitik auch ihr Rektor. Der 55-jährige Badelt amtiert ?zudem seit April 2005 als Präsident der ?Österreichischen Rektorenkonferenz.

Wirtschaftsuniversität Wien

Geschichte, Zahlen, Fakten. Gegründet wurde die Wirtschaftsuniversität Wien 1898, allerdings noch unter einem anderen Namen, nämlich als "k.k. Exportakademie". 1919 wurde sie dann zur staatlichen "Hochschule für Welthandel" mit damals sechssemes?triger Studiendauer. Der dritte Namenswechsel erfolgte dann im Zuge der Universitätsneuorganisation 1975, als die Wirtschaftsuniversität Wien ihren heutigen Namen bekam.

Heute machen die über 20.000 Studierenden die WU Wien zur größten wirtschaftswissenschaftlichen Hochschule in Europa, zwanzig Prozent ihrer Studierenden stammen aus dem Ausland. Die WU Wien steht international auch einigermaßen gut da: Sie hat 175 Partneruniversitäten und im Ranking der besten wirtschaftswissenschaftlichen Universität, durchgeführt von der Financial Times, belegte sie zuletzt Platz 41.

Weitere Artikel lesen


Anzeige

Anzeige