Zahlen bitte!

aus HEUREKA 2/07 vom 09.05.2007

1 "Fellow"-Stelle wurde bislang von Forschungseinrichtungen in Österreich eingerichtet, um frisch Promovierten ein eigenständiges Arbeiten mit einer eigenen Gruppe zu ermöglichen. Erster "Superpostdoc" ist die US-Strukturbiologin Peggy Stolt-Bergner (s. S. 7) am Institut für Molekulare Pathologie (IMP) in Wien.

14 Jahre alt waren Anna Devathasan und Jenny Suo, als sie im Rahmen eines Schulprojektes nachwiesen, dass sich im Fruchtsaft "Ribena" entgegen den Angaben des Herstellers GlaxoKlineSmith kaum Vitamin C fand. Der Pharmariese ignorierte die Anfragen der beiden Mädchen aus Neuseeland. Drei Jahre später, Ende März 2007, wurde der Konzern zu einer Strafe von umgerechnet 130.000 Euro und einer Richtigstellung per Zeitungsanzeigen verurteilt.

22 Jahre alt war die Wienerin Franziska Michor, als sie 2005 in Harvard promovierte.

26 Jahre alt war Albert Einstein 1905, als er in wenigen Monaten mit drei Aufsätzen die Physik revolutionierte. Lawrence Bragg hatte in dem Alter bereits den Physiknobelpreis erhalten. Er war 1915 mit 25 Lenzen der jüngste Laureat überhaupt.

28 Jahre alt war die Juristin Anna Gamper, als sie sich 2004 an der Uni Innsbruck habilitierte.

52 Topnachwuchsforscher um die 35 wurden seit 1995 mit dem START-Preis ausgezeichnet, der eigenständige Forschung in einem eigenen kleinen Forschungsteam ermöglicht. Nur zwei START-Preisträger waren bislang Frauen (s. S. 16).

300 Jungforscher aus aller Welt bewerben sich im Schnitt jährlich am internationalen PhD-Programm des Vienna Biocenter für dreißig bis vierzig Stellen. Entsprechend international sind auch die beiden Hauptinstitute aufgestellt: Am IMP sind derzeit Wissenschaftler aus dreißig Nationen vertreten, am IMBA 23.

1721,30 Euro beträgt das Bruttomonatsgehalt eines Jungforschers, der im Rahmen eines FWF-Projekts seine oder ihre Dissertation schreibt. Ein Postdoc kommt auf monatlich 2946,30 Euro brutto.

3459 Kinder nahmen im Sommer 2006 an den Aktivitäten der Kinderuni Wien teil (s. S. 20).

9167 Bewerbungen von Nachwuchsforschern gingen bei der ersten Ausschreibung des Europäischen Forschungsrats, dem Starting Independent Researcher Grant ein. Nur rund 2,5 Prozent der eingereichten Projekte werden bis Ende des Jahres bewilligt werden.

17.000 Dissertationen sind zurzeit in Österreich in Arbeit. Allerdings werden nur rund 2000 davon auch bezahlt, der Rest promoviert quasi in der Freizeit. Entsprechend spät werden viele Dissertanten fertig, was der weiteren Karriere durchaus abträglich ist (s. S. 10).

400.000 Exemplare beträgt die Gesamtauflage der "Kinderuni", des Buchs von Ulrich Janßen und Ulla Steuernagel, den Erfindern der gleichnamigen Veranstaltung, das bisher in 13 Sprachen übersetzt wurde.

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