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Oliver Hochadel & Klaus Taschwer | aus HEUREKA 3/07 vom 03.10.2007

Am 5. Oktober veranstaltet die österreichische Bioethikkommission eine internationale Tagung zur Altersforschung. Das Alter wird ein Schwerpunkt ihrer neuen Amtsperiode. Und das ist nur ein Beispiel. Die Wissenschaften erschließen sich ein neues Forschungsfeld, und es ist auch höchste Zeit dafür. Die Überalterung der Gesellschaft wird eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts sein.

Die steigende Lebenserwartung ist ein Segen, die starren Pensionssysteme und die starke Zunahme der Pflegebedürftigen sind nur zwei der vielen Probleme. Was in Österreich (und auch in der EU) noch fehlt, ist eine Bündelung und Abstimmung der zahlreichen laufenden Forschungsarbeiten, die Parallelaktionen vermeidet. Wie man etwa Grippeimpfungen für ältere Menschen entwickelt, finanziert und dann auch durchführt, verlangt nach einer konzertierten Aktion von Biomedizin, Gesundheitswesen und Pflege. Damit wäre mehr gewonnen als mit neuen Anti-Aging-Mittelchen. Auf unsere alten Tage werden wir jedenfalls mehr denn je auf Interdisziplinarität angewiesen sein.

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