Liebe Leserin, lieber Leser!

aus HEUREKA 1/08 vom 30.04.2008

"Wie männlich ist die Alma mater?", fragten wir bereits 1998 an dieser Stelle. Wir beklagten, dass die gläserne Decke für Frauen an den Universitäten offensichtlich besonders dick ist. Und obwohl Österreich seit Oktober 2007 (und 642 Jahre nach Gründung der ersten Universität) mit Ingela Bruner seine erste Rektorin hat (s. S. 4) und sich die Lage der Frauen in der Forschung langsam verbessert, sind sie in vielen Fächern und insbesondere auf Professorenebene nach wie vor krass unterrepräsentiert. Die stereotype Vorstellung, dass Wissenschaft eine männliche Sache sei, ist nur schwer aus der Welt zu schaffen, zumal die Sprache und die Medien dieses Klischee noch verstärken.

Deshalb weisen wir explizit darauf hin, dass in diesem Heft die Verwendung von Begriffen wie "Professoren" geschlechtsneutral gemeint ist. Wir sind uns aber auch bewusst, dass wir in der Vergangenenheit - auch und zumal bei den befragten Expertinnen und Experten - einen gewissen Gender-Bias hatten (s. S. 16). Wir geloben Besserung. Mit der Ö1-Wissenschaftsjournalistin Birgit Dalheimer sitzt nun jedenfalls auch eine Frau im heureka!-Redaktionsteam. Das wurde nach zehn Jahren auch wirklich Zeit.

Danke für Ihre Treue! Die Redaktion

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