Zahlen bitte!

aus HEUREKA 1/08 vom 30.04.2008

2,7 beträgt laut einer Studie der EU-Kommission aus dem Jahr 2006 die Stärke des sogenannten "Glass Ceiling Index" in Österreich. Damit wird ermittelt, wie schwer es Frauen haben, eine Professur zu bekommen. Diese "gläserne Decke" ist hier damit wesentlich dicker als in den meisten anderen Ländern der EU. Im Schnitt der EU-25 beträgt der Index 2,1. Neuere Zahlen sind erst für 2009 angekündigt.

4 der acht US-amerikanischen Ivy-League-Universitäten - nämlich die Eliteschmieden Harvard, Princeton, Brown und University of Pennsylvania - haben zurzeit einen weiblichen Präsidenten. Das gilt zum Beispiel auch für das M.I.T., die beste Technische Universität der Welt, und insgesamt 23 Prozent der US-amerikanischen Universitäten (vgl. S. 18-19).

26 Prozent beträgt der Anteil der Frauen an den Gewinnern der prestigeträchtigen Starting Grants des European Research Councils (ERC), für die sich über 9000 Nachwuchsforscher um die 35 beworben hatten. Bei den Bewerbungen betrug der Frauenanteil noch 30 Prozent. Das vergleichbare START-Programm des österreichischen Wissenschaftsfonds FWF, das seit 1996 besteht, brachte es bislang nur auf 6,25 Prozent weibliche Preisträger.

83 Prozent der österreichischen Forscherinnen mit Kindern unter 15 Jahren arbeiten weniger als 35 Stunden pro Woche. Ziemlich anders sieht das bei den männlichen Kollegen aus: Bloß zwölf Prozent der forschenden Väter mit Kindern betreiben Wissenschaft als Teilzeitjob (vgl. S. 20-21).

642 Jahre lang dauerte es, ehe nach Gründung der ersten österreichischenUniversität endlich die erste Hohe Schule des Landes eine Rektorin bekam: Ingela Bruner, die seit dem 1. Oktober 2007 die Geschicke der Universität für Bodenkultur leitet.

4739 Forscherinnen gab es im Jahr 2004 in Österreich (jüngste verfügbare Zahlen). Macht eine schlanke Frauenquote von 18 Prozent, denn insgesamt sind hierzulande 26.000 Personen in Forschung und Entwicklung beschäftigt. Immerhin stieg die absolute Zahl der in Österreich beschäftigten Wissenschafterinnen zwischen 1998 und 2004 um gleich 80 Prozent von 2626 auf 4739.

16.000 Wörter brauchen Frauen im Schnitt, um ihr tägliches Redebedürfnis zu befriedigen. Die Studie, die das feststellte (Science, Bd. 317, S. 82, 2007), widerlegte zugleich aber auch das Klischee von den geschwätzigen Frauen und den schweigsamen Männern. Die Männer kamen nämlich ziemlich genau auf dieselbe Anzahl von Wörtern (vgl. S. 12-13).

Weitere Artikel lesen


Anzeige

Anzeige