Wussten Sie, dass ...?

aus HEUREKA 3/08 vom 08.10.2008

... Menschen theoretisch, also unter idealen Bedingungen, eine Kerze in 48 Kilometern Distanz sehen können?

... wir unsere Augen allein durch das Blinzeln täglich eine Viertelstunde lang geschlossen haben?

... wir in der Lage sind, allein durch die Beobachtung der Bewegung einer Person auf deren Geschlecht, Alter und Stimmung zu schließen? Dieser Nachweis gelang unlängst, indem den Versuchspersonen bestimmte Arten von Bewegungen lediglich mittels die Gelenke markierender Leuchtpunkte vorgeführt wurden.

... unsere Nase täglich 10.000 Liter Atemluft auf körpergerechte 24 Grad Celsius vorwärmt?

... Frauen besser riechen als Männer (S. 15-17) und beide fähig sind, einen Tropfen Parfüm in einer Dreizimmerwohnung wahrzunehmen? Zur Veranschaulichung für Liebhaber edler Tropfen: bereits 0,5 Nanogramm der viel gefürchteten Verbindung für Korkgeschmack pro Liter Wein kann die menschliche Nase detektieren. Würde man die gesamte österreichische Weinproduktion in einen See schütten, entspräche die Korkverbindung nur einer

Kaffeelöffelspitze.

... 40 Prozent der Menschen nicht in der Lage sind, Urin zu riechen? Und ebenfalls rund vierzig Prozent verfügen über einen im Erbgut festgelegten Stoffwechsel, der den Spargel so aufbereitet, dass der Urin eben nicht nach Spargel stinkt.

... Spermien von der Eizelle durch Maiglöckchenduft angelockt werden?

... das Ohr auch bei Erwachsenen pro Jahr noch um etwa 0,2 Millimeter wächst?

... der Ohrenschmalz das einzige Sekret ist, das von unserem Körper hergestellt wird und bitter schmeckt. Vermutet wird, dass die Bitterkeit Insekten abschrecken soll.

... der Tastsinn unser frühester Sinn ist? Bereits in der achten Schwangerschaftswoche, wenn der Fötus gerade einmal 25 Millimeter klein ist, fühlt er bereits mit seinen winzigen Fingerchen. Riechen, hören und schmecken können die Kleinen erst weitere sechs Wochen später, sehen erst nach der Geburt.

... die Haut unser größtes Organ ist, aus über 100 Milliarden Hautzellen besteht, sich bei Erwachsenen auf bis zu zwei Quadratmeter erstreckt und etwa 16 Prozent unseres Körpergewichts ausmacht?

... "wir" seit mindestens 80.000 Jahren bitter schmecken können? Dies zeigten Genanalysen verschiedener ethnischer Gruppen. Der evolutionäre Vorteil: Unsere Vorfahren versuchten wohl bittere und damit potenziell giftige Pflanzen zu vermeiden.

... wir bis zu 90 Prozent dessen, was wir vermeintlich schmecken, eigentlich riechen? Was wir in den Mund nehmen, nimmt die Nase von "innen" wahr.

... Synästhetiker nicht nur Farben, die sie sehen, sondern auch Wörter, die sie hören, schmecken können? Ihnen liegen die Worte buchstäblich auf der Zunge. Die Ursache wird in einer Art "Übertreibung" der bestehenden Verbindungen zwischen Sprachzentrum und Sinnesorganen vermutet.

... wir neben den fünf Sinnen auch noch einige andere haben? Der Temperatursinn etwa, früher dem Tastsinn zugeschlagen, wird durch eigene Nervenbahnen ins Hirn geleitet. Unser Körper- oder Lagesinn besteht aus mehreren Teilsensoren, unter anderem dem Gleichgewichtsorgan, einer Art Wasserwaage im Kopf. Ob wir, wie viele Tiere, auch einen Magnetsinn haben, ist noch nicht geklärt (s. S. 20-21).

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