Posterboy der Biologie.

aus HEUREKA 5/08 vom 17.12.2008

Gemeinsam mit Albert Einstein ist Charles Darwin (12.2.1809–19.4.1882) der am häufigsten abgebildete Wissenschaftler der Geschichte. Die Kreidezeichnung (1) von Sharples zeigt den siebenjährigen Charles Darwin (› Sohn) als jungen Gentleman, die Pflanze in seiner Hand verweist auf das Familienhobby Botanisieren (› Naturforscher). Das erste Foto von Darwin zeigt ihn 1842 als › Vater mit seinem Sohn William. An Haltung und Kleidung ist der wohlhabende Privatier (› Investor, › Landei) auch auf dem Foto (3) von circa 1855 zu erkennen. Er hatte sich gerade einen Namen als › Cirripedienforscher gemacht.

Die Bilder, die sich ins kollektive Gedächtnis gebrannt haben, sind aber jene die ihn als alten Mann zeigen. Den gewaltigen weißen Bart ließ er sich 1862, drei Jahre nach der Veröffentlichung seines Hauptwerkes „On the Origin of Species“ (› Koentdecker) wachsen.

Die Fotografie von Julia Cameron (4) aus dem Jahre 1868 animierte schon seine Freunde zu einem Mosesvergleich, war er doch gleichsam der Gesetzgeber der Natur. Die letzten beiden Porträts (5–6) wenige Jahre vor seinem Tod zeigen Darwin mehr und mehr entrückt, fast schon als Heiligen. Diese Art der kultischen Verehrung blieb dem › Agnostiker nicht erspart

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