Liebe Leserin, lieber Leser!

aus HEUREKA 3/09 vom 11.11.2009

In Großbritannien und Frankreich wird heute, am 11.11., mit Kranzniederlegungen, Reden und Militärparaden groß gefeiert. Und das seit 91 Jahren. Am Armistice Day, dem Waffenstillstandstag, gedenken die Siegermächte des Endes des Ersten Weltkriegs. Dass an jenem Tag die Monarchie de facto endete, spielt in Österreichs kollektivem Gedächtnis keine Rolle mehr. Hier gibt es andere Prioritäten. Am 11.11. beginnt die Ballsaison.

Die Erinnerung verändert sich, sie selektiert und blendet aus. Kaum ein Thema hat die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften (GSK) in den letzten Jahrzehnten so stark beschäftigt. Vielleicht mit ein Grund, warum sie nicht mehr als Problemlöser für die Zukunft wahrgenommen werden. Die geringe Sichtbarkeit der GSK in der Öffentlichkeit liegt nicht nur, aber auch an ihrem eigenen Auftreten, kritisiert Wissenschaftsminister Johannes Hahn im heureka!-Interview. Sie müssten sich offensiver präsentieren.

Die Naturwissenschaften geben sich wie immer konstruktiv. Sie erforschen die neuronale Basis des Erinnerns - und entwickeln Medikamente gegen Gedächtnisprobleme, auf Neudeutsch Neuroenhancer (vulgo Gehirndoping). Zu Drogen, Sucht und Doping mehr im nächsten heureka!. Erscheint am 16. Dezember. Nicht vergessen!

Die Redaktion

Weitere Artikel lesen


Anzeige

Anzeige