Bilder der Wissenschaft

aus HEUREKA 4/09 vom 16.12.2009

Spinnen auf Speed Weil ein deutscher Forscher nicht um vier Uhr früh aufstehen wollte, um Spinnen beim Netzbau zu filmen, wollte er die Tiere mit Rauschmitteln auf eine humanere Tagesplanung einstimmen. Mit etwas Zucker vermischt erhielten Gliederfüßern alles, was an Drogen gerade greifbar war: Strychnin, Morphium, Speed bis hin zu LSD.

Ihren Tagesrhythmus änderten die Spinnen zwar nicht, doch woben sie nun Netze, wie die Welt sie noch nie gesehen hatte. Koffein stürzte die Achtbeiner in größte Verwirrung, auf Speed arbeiteten die Spinnen wie wild drauflos, doch klafften große Löcher im Gewebe. Und unter Marihuana-Einfluss verloren die Tierchen bald die Lust am Weben. UF

Hans M. Peters und Peter N. Witt: Die Wirkung von Substanzen auf den Netzbau der Spinnen. Experientia 5 (4) (1949), S. 161–162

Spiders on Speed Get Weaving. New Scientist 1975, 29. April 1995, S. 5

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