Junge Forscher

Alexandra Aurelia Nemeth | aus HEUREKA 2/10 vom 19.05.2010

Das Ergebnis einer Forschung kann auch unerwünscht sein. Die wissenschaftliche Leistung muss das aber nicht schmälern. Hier präsentieren wir drei junge WissenschaftlerInnen mit ihrer Forschung.

Sonja Sollner, 27, Institut für Molekulare Pathologie, Uni Wien

„Wissenschaft und Forschung schließen Kreativität nicht aus“, sagt Sonja Sollner. „Die Menschen waren für mich der Grund zu forschen.“ Im Jahr 2008 bekam sie den Vincent Massey Award, eine Auszeichnung für junge Wissenschaftler aus dem Gebiet „Flavio-Biochemie“. Dieser Bereich beschäftigt sich mit Proteinen. Thema ihrer Dissertation ist die Entdeckung neuer Proteine zum etwaigen Einsatz in der Abwasserreinigung. Den Fokus legte sie auf ein Vitamin-B2-abhängiges Protein. „Wie sich herausstellte, war dieses Protein ungeeignet zur Abwasserreinigung“, erklärt Sollner. Ein Fehlschlag? Das Protein spielt auch bei der Krebsentstehung eine Rolle.

Johannes Kofler, 29, Institut für Quantenoptik und Quanteninformation, Akademie der Wissenschaften, Wien

Früh übt sich, wer ein Forscher werden will: „Ein populärwissenschaftliches Buch über Einsteins Relativitätstheorie hat mich mit 16 fasziniert. Insbesondere die Tatsache, dass man durch analytischen Verstand die Vorstellungen von Raum und Zeit revolutionieren kann.“ Seine Dissertation an der Uni Wien beschäftigt sich mit der Frage, wie die klassische Physik aus der Quantenphysik hervorgeht. Das Ergebnis seiner Arbeit: Quanteneigenschaften gehen bei großen Objekten verloren, da diese unkontrollierbar mit ihrer Umgebung wechselwirken.

Simon Gröblacher, 29, Fakultät für Physik, Uni Wien

„Astronomie war mir zu angewandt, deshalb habe ich mich nach einem Jahr für Physik entschieden.“ Zahlreiche Preise bestätigen seine Entscheidung: DOC-Stipendium der Akademie der Wissenschaften, Bank Austria Research Award 2010, usw. „Ich hatte auch die Gelegenheit, ins Ausland zu gehen. Ich blieb aber. Der Grund: Hier konnte ich in einem spannenden Feld arbeiten.“ Seine Dissertation klärt nicht nur fundamentale Fragen der Quantenphysik, sondern auch verschiedene Teilgebiete der Physik. „Ich teste einen möglichen Übergang von klassischer zu Quantenphysik.“

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