Editorial

Christian Zillner | aus HEUREKA 4/10 vom 20.10.2010

Energie? Hamma ned. Oder zumindest nie genug. Dabei sind wir als menschliche Spezies lange Zeit gut ohne Energie ausgekommen. Zumindest ohne Energiegetränke.

Heutzutage freilich braucht jeder junge Mensch viel Energie. Und viele Energiegetränke, damit sie die niederschmetternde Wirkung von energieentziehenden Erwachsenengetränken wieder aufheben. Ein junger Mensch hat es nicht leicht. Er lebt in einer beständigen Energiekrise. Jetzt kommt auch noch der Klimawandel hinzu.

Schuld daran sind die Kühe. Statt uns über Land zu tragen, geben sie sich für Schnitzel her und Hamburger. Die muss man dann unter hohem Energieaufwand an unseren Tisch bringen. Statt dass die Kühe selbst vorbeikommen. Wozu haben sie vier Beine? Von dem, was hinten aus ihnen zum Himmel fährt, will ich gar nicht reden. Schön ist das nicht. Werte Kühe, bewahrt doch eure Contenance!

Weil uns die Kühe bewegungstechnisch im Stich lassen, ist das Wichtigste, was ein junger Mensch bei uns lernt, das Autofahren. Damit erbringt er den Beweis, dass er keine Kuh ist. Die verheerende Wirkung der Kühe wird von der Wissenschaft zu wenig gewürdigt. Doch wer steht den Sommer lang auf der Alp und leckt am Gletscher? Genau. heureka@falter.at

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