Freihandbibliothek

Buchtipps von Emily Walton

aus HEUREKA 4/10 vom 20.10.2010

Wenn Energie die Wirtschaft bestimmt

Begrenzte Ressourcen und extreme Preisschwankungen: In "Confronting Collapse" zeigt der Autor Michael C. Ruppert das enge Zusammenspiel von Finanz- und Energiemärkten auf. Seine Theorie: Das Öl hält die Weltwirtschaft im Würgegriff. Wer an eine Erholung nach der Krise glaubt, irrt - so der Autor. Stehen wir vor dem finalen Zusammenbruch?

Michael C. Ruppert. Confronting Collapse: The Crisis of Energy and Money in a Post Peak Oil World. Chelsea Green Pub, 246 Seiten

Klima lässt sich mit Geld nicht aufhalten

Bill McKibben könnte man als hartnäckig beschreiben. Vor 20 Jahren legte er mit "The End of Nature" eine der ersten "Warnschriften" zur Erderwärmung vor. Sie blieb ungehört. Inzwischen steckt die Gesellschaft mitten drin: Flut, Dürre, Sturm, Schmelze. In "Eaarth: Making a Life on a Tough New Planet" zeigt McKibben nun, wie der Mensch- zu spät - das Schlimmste mit immensen Geldsummen abzuwenden versucht.

Bill McKibben. Eaarth: Making a Life on a Tough New Planet. Times Books, 272 Seiten

An einem Strang ziehen: Klima, Wirtschaft und Politik

Lassen sich der Klimawandel und die globale Armut mit einer einzigen Strategie bekämpfen? Diesen Ansatz verfolgt Nicholas Stern und entwirft ein Rettungsszenario in seinem Buch "Der Global Deal: Wie wir dem Klimawandel begegnen und ein neues Zeitalter von Wachstum und Wohlstand schaffen". In seinem Werk versucht Stern zu zeigen, wie Klimawandel, Wirtschaftswandel und Politikwandel zusammenspielen. Daraus entwickelt er eine Forderung: Es brauche eine Technologierevolution, die neue Energieformen unterstützt. Darüber hinaus sind Investitionen der Wirtschaft notwendig, um neue Energieressourcen zu erschließen und auch Jobs entstehen zu lassen.

Nicholas Stern. Der Global Deal: Wie wir dem Klimawandel begegnen und ein neues Zeitalter von Wachstum und Wohlstand schaffen. Beck, 287 Seiten

Ein Held, eine Chance, (k)eine Klimakatastrophe

Das Leben des Wissenschaftlers Michael Beard scheint gelaufen zu sein: Nach der Auszeichnung mit dem Nobelpreis für Physik stagniert seine Karriere und die Frau geht fremd. Bis durch einen verrückten Unfall alles anders wird: Beard sieht die Chance, seine Ehe zu retten, seine Karriere neu anzutreiben und die Welt vor einer Klimakatastrophe zu bewahren. "Solar", Ian McEwans neues Buch, ist fesselnd, satirisch und lesenswert.

Ian McEwan. Solar. Diogenes, 304 Seiten

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