Kopf im Bild

aus HEUREKA 5/10 vom 24.11.2010

Silvesterraketen und Gallensteine. Johannes Sterba arbeitet als Strahlenschutzphysiker am Atominstitut an der Herkunftsbestimmung von keramischen Artefakten mithilfe des chemischen Fingerabdrucks. Mit den Forschungsergebnissen ist der 33-Jährige in der Lage, Handelsbeziehungen, die schon in der Eisenzeit existiert haben, zu belegen. Ein weiteres Projekt, das ihn Jahr für Jahr beschäftigt, ist der Zusammensetzung von Feinstaub zu Silvester in Wien gewidmet. Sein Team und er stießen bei den Untersuchungen auf eine hohe Arsenkonzentration. Arsen erzeugt bei Silvesterraketen eine blaue Farbe, ist aber bei der Feuerwerksproduktion verboten. Untersuchungsobjekte findet Sterba überall: Einmal ist es der operierte Gallenstein seines Chefs, dann wieder sind es steinzeitliche Obsidianwerkzeuge. www.ati.ac.at Text: nathalie großschädl

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