Freihandbibliothek

Buchtipps von Emily Walton

aus HEUREKA 5/10 vom 24.11.2010

Zusammenspiel von Wirtschaft und Wohlstand

Warum sind manche Länder wirtschaftlich erfolgreich, während andere nicht aus ihrer Armut herausfinden? Liegt es am Klima? An der Kultur? An der Politik? In "Wohlstand und Armut der Nationen" geht David Landes dieser Frage nach. Er spannt einen weiten Bogen vom Mittelalter bis zur Neuzeit. Beleuchtet werden die Entwicklungen und Rahmenbedingungen für das Wirtschaften verschiedener Nationen.

David Landes. Wohlstand und Armut der Nationen: Warum die einen reich und die anderen arm sind. Pantheon, 688 Seiten

Armut? Eine Begriffsbestimmung

Was ist Armut? Bedeutet Armut Mangel an Materiellem? Mangel an Geld? Ist Armut ein Synonym für Bedürftigkeit? Grenzt die Armut den Menschen aus der Gesellschaft aus? Autor Paul Spicker untersucht Mythen und Stereotypen der Armut. Für Studenten geschrieben, gibt das Buch einen guten Einblick - auch für Laien.

Paul Spicker. The Idea of Poverty. Policy Press, 184 Seiten

Darwin und die soziale Veränderung?

Nachkommen reicher Eltern haben höhere Überlebenschancen. Folglich sterben die Armen in der (Arbeits-)Gesellschaft aus. Ökonom Gregory Clark geht dieser gewagten These nach. Er fokussiert auf England, weil er hier diesen Prozess am stärksten ausgeformt sieht, und geht auf Theorien in der Global- und Wirtschaftsgeschichte ein.

Gregory Clark. Farewell to Alms: A Brief Economic History of the World. University Presses of California, 432 Seiten

Wachstum und Wohlstand in Einklang bringen

Armut, Überbevölkerung, Klimawandel und Umweltzerstörung - trotz wachsenden Wohlstands befinden wir uns in einer ökologischen und sozialen Krise. Volkswirt Jeffrey Sachs analysiert in seinem Buch die drängendsten Probleme und beschreibt Wege, möglichst viele Menschen an Wohlstand und Frieden teilhaben zu lassen.

Jeffrey D. Sachs. Wohlstand für viele: Globale Wirtschaftspolitik in Zeiten der ökologischen und sozialen Krise. Pantheon, 480 Seiten

Der Armut so fern

Sie haben keine Ahnung vom Leben in Armut: die Superreichen. Wall Street Journal-Korrespondent Robert Frank hat deren Lebensstil untersucht. Fazit: Reich ist nicht immer gleich reich. In "Richistan" beschreibt er die unterschiedlichen Schichten der Wohlhabenden: Einkommensmillionäre, Unternehmer, Ölmilliardäre und Immobilienhaie.

Robert Frank. Richistan: Eine Reise durch die Welt der Megareichen. Fischer, 272 Seiten

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