Diät

Gewichtsverlust unter ärztlicher Aufsicht. Fettabbau mit Schwanger-schaftshormon HCG

Dieter Hönig | aus HEUREKA 1/11 vom 13.04.2011

Die Amerikaner sind Weltspitze in puncto Fettleibigkeit. Daher erlebt in den USA eine Therapie ihre Renaissance, mit der in den 60er-Jahren Hollywoodstars abspeckten: die Fettabbaukur mit dem Schwangerschaftshormon HCG.

Sie rückt Fettreserven dort zu Leibe, wo Fasten und Sport nur wenig bewirken: in den natürlichen Fettdepots an Bauch, Hüfte und Oberschenkeln. Das Prinzip: Eine reduzierte Kalorienzufuhr von 500 Kalorien pro Tag signalisiert dem Körper einen Energiemangelzustand, worauf das HCG sofort reagiert, indem es die Energie, sprich Fett, aus den Depots zur Aufrechterhaltung der vitalen Körperfunktionen heranzieht. Dadurch unterbleibt die diättypische Unterzuckerung mit allen Folgeerscheinungen wie Erschöpfung, Konzentrationsschwäche und Nervosität.

"Dabei sind sehr komplexe Zusammenhänge zu beachten. Einerseits sollen Androgene und Gestagene des Patienten vor Beginn der Kur weitgehend ausbalanciert sein, andererseits ist bei der HCG-Kur auch der individuelle Fett- und Zuckerstoffwechsel mit zu berücksichtigen, um die Dosierung möglichst niedrig halten zu können“, sagt der Hormonexperte Univ.-Prof. Erich Müller-Tyl. Er warnt vor HCG per Selbstmedikation (Tabletten). Um Fett abzubauen und Muskeln zu erhalten, könne HCG aufgrund seiner Molekülgröße ebenso wie Insulin nur in Form von Injektionen wirksam aufgenommen werden.

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