Forschungscluster

Musikwahrnehmung und die Therapie von Schlaganfällen

Uschi Sorz | aus HEUREKA 1/11 vom 13.04.2011

Was hat Musikwahrnehmung mit der Therapie von Schlaganfällen zu tun? Und warum können Workflow-Systeme die Krebsforschung voranbringen? Manchmal sind es gerade solche Kombinationen, die zu neuen Therapien für die Patienten führen. Da wissenschaftliche Fragestellungen häufig über Fachgrenzen hinausreichen, setzt man zunehmend darauf, die Kompetenzen verschiedener Fächer zu vernetzen.

"Forschungscluster sollen innovative Wege eröffnen und Brücken zwischen grundlagen- und patientenorientierter Forschung schlagen“, begründen Wolfgang Schütz, Rektor der MedUni Wien, und Heinz W. Engl, Vizerektor der Uni Wien, die gemeinsame Einrichtung von sechs neuen Forschungsclustern. Fakultäten, Zentren und Kliniken beider Institutionen werden ab Mai fächer- und uniübergreifende, translationale Forschungsvorhaben umsetzen. Beide Unis stellen eine Anschubfinanzierung von 1,3 Millionen Euro zur Verfügung.

Auf Basis der Begutachtung internationaler Experten wurden aus 33 Anträgen sechs Clusterthemen ausgewählt: Kooperationen in den Bereichen "Onkologie & Infektionsbiologie“, "Imaging & Kognitionsbiologie“, "Medizinische/Pharmazeutische Chemie & Onkologie“, "Biologische Psychologie & Imaging“, "Onkologie & Workflow-Systeme“ und "Bioinformatik & Allergologie/Immunologie/Infektiologie“.

Die Synergien sollen Ergebnisse bringen und Keimzelle weiterer, darauf aufbauender Forschung sein. Die klinische Anwendung und der direkte Nutzen für die Patienten spielen eine wichtige Rolle. Die Cluster sind auf drei Jahre befristet, man erwartet, dass sie sich danach durch Drittmittel selbst weiterfinanzieren können.

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