Kopf im Bild

Mathematik ist schön

Nathalie Großschädl | aus HEUREKA 2/11 vom 25.05.2011

Goulnara Arzhantseva ist 37 Jahre alt und die erste Frau, die an der Fakultät für Mathematik der Universität Wien als ordentliche Professorin unterrichtet. Mit zwölf Jahren gewann die Russin ihre erste Mathematik-Olympiade. Spätestens seit damals liebt sie diese Wissenschaft. "Die Mathematik ist für mich eine Kunst des Denkens. Insbesondere mag ich sie wegen ihrer Freiheit und Kreativität, die sie bietet - immer ohne Grenzen, in Bewegung und im Austausch“, sagt die junge Professorin. Vor allem Algebra mit ihrer Logik sei nützlich, Natur-phänomene aus der Physik, EDV und den Sozialwissenschaften erklärbar und verständlich zu machen. Arzhantsevas Schwerpunkt ist die Erforschung unendlicher Gruppen. "Gruppen sind mathematische Strukturen, die Symmetrien ausdrücken und letztlich die Schönheit der Welt darstellen.“ Vor rund einem halben Jahr prämierte der Europäische Forschungsrat (ERC) das Projekt "Analytic properties of infinite groups: limits, curvature, and randomness“, das Arzhantseva leitet, mit einem auf fünf Jahre dotierten Förderungspreis.

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