Junge Forscherinnen

Alexandra Aurelia Nemeth | aus HEUREKA 2/11 vom 25.05.2011

Wissenschaft ist ein dynamischer Prozess, die Forschung geht ständig weiter, Annahmen und Theorie verändern sich. Dies wissen besonders die jungen Forscherinnen und Forscher zu schätzen.

Simone Gabner, 32, VetMed Uni Wien

"Um mein Studium zu finanzieren, habe ich auch das Stallausmisten nicht gescheut“, sagt Simone Gabner. Von 2005 bis 2008 hat sie ihr Doktoratsstudium der Veterinärmedizin an der Klinik für interne Medizin der VetMed Uni Wien in Kooperation mit der Abteilung für Strahlentherapie und Strahlenbiologie der Meduni Wien absolviert. Das Thema: die Wachstumsfaktoren in Hundemelanomen. "Es ist ähnlich wie bei Menschen mit Brustkrebs“, erklärt die Doktorandin. Seit 2009 arbeitet sie am Institut für Parasitologie und beschäftigt sich mit der "Immunantwort des Darms bei der Infektion mit Isospora suis, einem einzelligen Darmparasiten, der bei Saugferkeln schwere Durchfälle verursacht“. Dies bedeutet oft Verluste in der Schweinezucht. Bemerkenswert: ältere Tiere sind meist immun. "Den Grund möchte ich herausfinden“, sagt Gabner.

Luise Descovich, 32, Uni Wien

"Ich fand es immer schon interessant, wie einzelne Zellen wissen, wohin sie gehören“, erklärt Luise Descovich den Grund für ihr Studium der molekularen Biologie. Interessiert sei sie auch an den "Signalen, die einzelne Zellen empfangen bzw. aussenden. Aber auch welche der Signale seitens der Zellen ignoriert weden bzw. auf welche reagiert wird.“ Für ihre Dissertation bekam sie ein Stipendium, da "ich mich für das internationale PhD-Programm am Vienna Biocenter beworben habe“. In wenigen Wochen beginnt sie in den USA mit ihrer Postdoc-Arbeit am National Institute of Health in Bethesda, Maryland. Descovich: "Auch als Postdoc werde ich neurowissenschaftlich arbeiten. Ich möchte herausfinden, welche Zellen, welche Rezeptoren und Moleküle für die Weiterleitung von Schmerz verantwortlich sind.“

Susanne Horvath, 29, TU Graz

Während ihres Studiums der technischen Chemie entwickelte Susanne Horvath "eine Faszination für die Biochemie“, wie sie sagt. "Die Möglichkeiten auf diesem Gebiet sind vielfältig und erstrecken sich von der Grundlagenforschung bis hin zu wirtschaftlichen, vor allem industriellen Anwendungen.“ Auf ihr PhD-Programm ist die 29-Jährige "sehr stolz“. Sie wurde am Doktoratskolleg "DK Molecular Enzymology“ aufgenommen. "Das ist ein ausgezeichnetes Training für junge Wissenschafter“, schwärmt Horvath. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Charakterisierung von Psd1p in der Hefe. Sie möchte die Funktionalitätsstudien, Topologie und den Reifungsprozess dieses Enzyms darstellen.

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