Kopf im Bild

Stammzellen aus Urin

Uschi Sorz | aus HEUREKA 3/11 vom 22.06.2011

Mit Stammzellen verbindet man Zukunftshoffnungen, aber auch ethische Grenzen. Können Sie sich vorstellen, dass es möglich sein wird, ein "persönliches Ersatzteillager“ im Bedarfsfall einfach auszupinkeln? Das müssen sich die BOKU-Professorin Regina Grillari und der Spanier Miguel Esteban von der chinesischen Akademie der Wissenschaften in Guangzhou gefragt haben, als sie sich daran machten, Zellen aus menschlichem Urin zu isolieren und sie in stammzellartige Zellen zu reprogrammieren. "Sie sind den embryonalen Stammzellen sehr ähnlich“, erklärt BOKU-Professor Johannes Grillari, der an dieser Forschung unterstützend beteiligt ist. "Im Weiteren können wir sie zu Herzmuskel- oder Nervenzellen ausdifferenzieren.“ Die Technik stützt sich auf Shinya Yamanaka, der Hautzellen zu pluripotenten Stammzellen umprogrammiert hat. "Wir wollten aber eine nichtinvasive Methode finden“, so das Molekularbiologen-Ehepaar Grillari. Für die Präsentation erhielt Regina Grillari im Mai beim 22. ESACT-Meeting in der Wiener Hofburg den Best Poster Prize.

Weitere Artikel lesen


Anzeige

Anzeige