Junge Forscherinnen

Alexandra Aurelia Nemeth | aus HEUREKA 3/11 vom 22.06.2011

Das richtige Studium zu finden, bedarf manchmal eines Umweges. Das zeigen die Beispiele dieser jungen österreichischen Forscherinnen und Forscher.

Peter Grand, 37, Uni Wien

Seit seiner Jugend interessierte Peter Grand sich für Philosophie und Politik. Das hielt ihn nicht davon ab, einen kurzen Abstecher zu wagen: "Nach der Matura habe ich mich für ein Schauspielstudium entschieden und diesen Beruf auch mehrere Jahre ausgeübt“, sagt er. Das Interesse für die Politikwissenschaft ist nie verloren gegangen, und so "absolvierte ich 2007 das Diplomstudium und war 2007 bis 2010 Doktorand im postgradualen Lehrgang für Politikwissenschaft am IHS. Dafür erhielt ich auch ein Stipendium vom IHS. Derzeit habe ich ABD-Status ("all but dissertation“). Ich beabsichtige, meine Dissertation bis Ende dieses Jahres abzuschließen“, sagt Grand. Das Thema der Dissertation: ",Taking Sides?‘ A Comparison of Theorizing and Modeling Public Opinion on European Integration.“

Rafael Prehsler, 23, Uni Wien

Warum gerade Geschichte? "Die Entscheidung für das Geschichtestudium fiel spontan. Im Raum standen auch Chemie bzw. ein musikalisches Studium. Ich habe mich früh für Geschichte interessiert“, sagt Rafael Prehsler. Das Thema Stadtgeschichte bildet den Fokus in seiner Dissertation: "Für mein Dissertationsprojekt interessieren mich vordergründig die zu Bewusstsein kommende Stadt sowie die Frage nach den Ursachen des Aufblühens einer Stadt.“ Dieses Thema sei nach Prehslers Auffassung "auch für die Gegenwart von höchster Brisanz.“ Der Forschungsschwerpunkt ist die europäische Stadtgeschichte mit Schwerpunkt auf Frankreich und Italien. Untersucht werden die Epochen der Renaissance und der frühen Neuzeit. Damit nicht genug: In Zukunft möchte der ambitio-nierte Forscher auch zur Geschichte des Reisens forschen.

Margarete Lengger, 25, Institut für Höhere Studien, Wien

"Ich glaube, dass der Grundstein für die Wahl meines Studiums in der Schule gelegt wurde“, erinnert sich Margarete Lengger. Sowohl die Fachbereichsarbeit zu einem geschichtlich-politischen Thema als auch ihre Diplomarbeit hat ihr "entgegen aller Befürchtungen Spaß gemacht“. Ihre Dissertation schreibt sie am Institut für Höhere Studien, Wien, im Rahmen des dreijährigen PhD-Programms ‚Multi-Level Politics in Europe‘ in der Abteilung für Politikwissenschaft. "Mein Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich Außenbeziehungen der EU. Mich interessiert die Rolle der EU als regionaler Hegemon im Umgang mit europäischen Staaten außerhalb der Union“, sagt sie.

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