Therapie mit Tieren

Vom Delfin aus 16-monatigem Koma geholt

Dieter Hönig | aus HEUREKA 3/11 vom 22.06.2011

Delfine werden zu Therapiezwecken eingesetzt. Der Österreicher Norbert Trompisch nennt das Alpha-Therapie

Diesen Moment werde ich nie vergessen. Nach 16 Monaten Wachkoma meldete sich mein Sohn mit lautem Kinderlachen zurück ins Leben“, erzählt Kirsten Kuhnert.

Sie ist Gründerin von "dolphin aid“, eines Vereines, der die Delfintherapie für Kinder unterstützt. Was deutsche Ärzte 16 Monate lang vergeblich versuchten, gelang einem Delfin in drei Tagen.

Gemeinsam mit Wissenschaftern beschreibt sie in ihrem Buch "Delfintherapie - Beweis eines Wunders“ die heilende Wirkung der Begegnung mit diesen Tieren.

Dass die Delfintherapie, als Ergänzung zu anderen Therapieformen, ihre Berechtigung hat, belegen mehrere Wirksamkeitsstudien, zum Beispiel auch die Nürnberger Langzeit-Studie von Breitenbach, v. Fersen und Stumpf.

Schon im Jahr 2000 wurde mit der "Alpha-Therapie“, einem ganzheitlichen Delfintherapie-Programm, begonnen. Sein Gründer, der österreichische Psychologe Norbert Trompisch, erklärt: "Durch die direkte wissenschaftliche Anbindung unseres Instituts an die Uni Wien - unser wissenschaftlicher Leiter ist Thomas Slunecko, Vize-Dekan der Wiener Psychologischen Fakultät - und die Sigmund-Freud-Universität, mit der wir eng kooperieren, können wir unseren Klienten weltweit ein verlässliches Niveau bieten.“

Sein Projektpartner, das Delfintherapie-Zentrum im türkischen Antalya, beherbergt drei ausgebildete Delfine und einen Beluga-Wal.

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