Editorial

Christian Zillner | aus HEUREKA 4/11 vom 27.10.2011

"Ein Gewitter ist im Anzug. Dieses leuchtet mir nicht ein. Ein Gewitter in der Hose. Das könnt leichter möglich sein.“ Sang einst Karl Valentin. Wir haben heute den Klimawandel in der Hose. 97 Prozent der Klimaforscher halten ihn zu einem Gutteil von Menschen verursacht. Der Ökonom Gunnar Heinsohn erklärt ihn in dieser Ausgabe für durch die Sonne angetrieben. Und Erich Klein erinnert uns daran, dass wir uns vor nicht allzu langer Zeit vor dem Kältetod gefürchtet haben.

Ich kenn’ mich beim Wetter nicht aus. Gefühlsmäßig ist es mir meist zu kalt oder zu warm. Aber so ist es mit der Natur. Ihr ist egal, wie ich mich fühle. Und ebenso, ob in ihr Bäume herumstehen, Tiere umherhüpfen oder Menschen sich über sie Gedanken machen. Der ganze Planet sei mittlerweile von Plastik überzogen, habe ich im Film Plastic Planet von Werner Boote gelernt. Plastik war also wirklich die Zukunft in den Sechzigern, wie Dustin Hoffman in The Graduate erfahren hatte. Heute leben wir als Plastic People und sehen zumindest in den betuchteren Gegenden auch so aus. Die Erde hat sich darüber bei mir nicht beschwert. Allerdings macht sie uns durch die Folgen des Klimawandels Probleme. Doch das sind wir ja von ihr gewohnt, seit wir hier sind. Können wir es ändern? Ich denke nein.

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