Kopf im Bild

In Afrika am Gletscher

Emily Walton | aus HEUREKA 4/11 vom 27.10.2011

Gletscher gibt es einige in Österreich. Aber Thomas Mölg, Klimaforscher an der Uni Innsbruck, wollte höher hinaus: Warum auf 3000 Höhenmetern bleiben, wenn die Bedingungen auf 6000 m Höhe noch kaum erforscht sind - etwa am Kilimandscharo?

2004 reichte Mölgs Forschungsgruppe einen Projektantrag beim Wissenschaftsfonds ein, 2005 wurden die ersten Stationen auf dem afrikanischen Berg aufgestellt.

Heute arbeitet der Österreicher, der bereits zweimal international ausgezeichnet wurde, gemeinsam mit amerikanischen und neuseeländischen Forschern auf dem Gletscher.

Bisher wichtigste Erkenntnis: "Wir haben eine Änderung im Zirkula-tionsmuster des Indischen Ozeans ableiten können“, sagt Mölg. Ein bedeutender, aber weitgehend vernachlässigter Mechanismus, der in manchen Regionen wichtiger ist als das El Nino-Phänomen. Was den 34-Jährigen an der Forschung fasziniert? "Dass wir mit Modellrechnungen die Natur prognostizieren können.“ Auch wenn nicht alles berechenbar wird. "Die Natur ist extrem kreativ.“

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