Jungforscherinnen

Uschi Sorz | aus HEUREKA 5/11 vom 23.11.2011

Die Neigung, den Dingen auf den Grund zu gehen, treibt diese jungen Forscher an.

Peter Kallinger, 28, Physik

"Schon als Kind wollte ich Naturwissenschafter werden“, sagt Peter Kallinger. "Und an der Physik gefällt mir, dass sie sich mit den Grundlagen beschäftigt.“ Für seine Dissertation befasst sich Kallinger an der Wiener Fakultät für Physik mit der Identifizierung und Charakterisierung von Nanoaerosolen. Dabei arbeitet er an der Weiterentwicklung des Parallel Differential Mobility Analyzers mit, mit dem man anorganische und bioorganische Nanopartikel unter atmosphärischem Druck untersuchen kann. Erste Größenmessungen von humanen Rhinoviren in der Luft hat der junge Physiker bereits erfolgreich durchgeführt. Die Arbeit im Labor liegt Kallinger: "Es erfüllt mich mit großem Respekt zu sehen, wie mühsam wissenschaftliche Erkenntnisse der Natur abgerungen werden müssen.“

Christina Plank, 29, Politikwissenschaften Christina Plank hat zunächst in Passau ein Sprachen-, Wirtschafts- und Kulturraumstudium mit Fokus auf Ost- und Mitteleuropa absolviert. "Dabei wurde mein Interesse für diese Region geweckt“, erzählt sie. "Auslandsaufenthalte dort haben das noch verstärkt.“ Mittlerweile schreibt sie ihre Dissertation in Politikwissenschaften an der Uni Wien zum Thema "Die Entstehung des Agrartreibstoffsektors in der Ukraine. Eine Analyse aus staatstheoretischer Perspektive.“ In dieser Arbeit behandelt sie eine stark kontrovers diskutierte Form der erneuerbaren Energien: "Ich wollte mich intensiver mit energie- und umweltpolitischen Fragen befassen“, erklärt Plank. Ihre Arbeit ist Teil eines Doc-Team-Projekts, die ÖAW fördert damit Untersuchungen von DoktorandInnen, die nur fächerübergreifend zu lösen sind.

Katharina Waldbauer, 24, Pharmazie

Für ihre Diplomarbeit hat Katharina Waldbauer die Meisterwurz- und Safran-Monografien im Österreichischen Arzneibuch überarbeitet. Dabei hat sie ein Verfahren zur Qualitätsüberprüfung von Safran entwickelt, das heuer mit dem Madaus-Preis zur Förderung der Phytopharmakaforschung ausgezeichnet wurde. "Weil Safran so teuer ist, wird er gerne verfälscht“, verdeutlicht die junge Pharmazeutin. Aber solchen Machenschaften kann man aufgrund ihrer Erweiterung der alten Monografie durch eine Gehaltsbestimmung nun auf die Spur kommen. Mittlerweile arbeitet die Doktorandin am Initiativkolleg "BioProMoTION“ der Uni Wien an der Isolation und Testung von Substanzen aus Rosaceae-Früchten. "Phytotherapeutika von standardisierter Qualität haben einen berechtigten Stellenwert in der Humantherapie.“

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