Orthopädie

Rechtzeitig zur Wintersaison: "faszinierende Aussichten“ nach Knochenbrüchen

Dieter Hönig | aus HEUREKA 5/11 vom 23.11.2011

Osteoporose und Knochenbrüche sowie deren Folgen zählen immer noch zu den Hauptgründen für Pflegebedürftigkeit im Alter. Lange Frakturheilung und die damit verbundene Einschränkung der Mobilität kann schwerwiegende Folgekrankheiten auslösen.

Nun fand eine österreichische Arbeitsgruppe unter der Leitung von Gerold Holzer, Uni-Klinik für Orthopädie am AKH Wien, Peter Peichl und Lukas Holzer, Evangelisches Krankenhaus Wien sowie Richard Maier, Thermenklinikum Baden, in einer international beachteten Studie heraus, dass die Verabreichung eines speziellen Osteoporose-Präparates auch die Heilungsdauer nach Knochenbrüchen erheblich verkürzt.

Analysiert wurde eine Gruppe von 65 Frauen mit krankhafter Osteoporose, die Beckenbrüche erlitten hatten, aber keinen Fall für einen chirurgischen Eingriff darstellten. Fazit: Dank der täglichen Verabreichung eines speziellen Parathormon-Präparates verkürzte sich die Heilungsdauer auf sieben bis acht Wochen anstelle der üblichen 13 Wochen.

Nachgewiesen wurde der beschleunigte Heilerfolg mittels Computertomografie sowie persönlicher Angaben wie geringerer Schmerzen und rascherer Mobilität.

"Wir setzen dieses spezielle Parathormon schon seit Jahren mit Erfolg ein, um Knochendichte und Knochenvolumen von Osteoporose-Patienten zu stimulieren. Dass es sich auch im Fall schmerzhafter Knochenbrüche bewährt, eröffnet uns neue Behandlungsperspektiven“, berichtet Peter Peichl.

Dies bestätigt auch der bekannte Frakturforscher Thomas Einhorn: "Die Entdeckung eröffnet, faszinierende Aussichten‘ für die Behandlung nach einem Bruch - auch für jüngere Menschen.“

Weitere Artikel lesen


Anzeige

Anzeige