Kopf im Bild

Blick in die Vergangenheit

Uschi Sorz | aus HEUREKA 1/12 vom 02.05.2012

Inspiriert von den Ausgrabungen am Magdalensberg im heimatlichen Kärnten, wollte Sabine Ladstätter schon als Kind Archäologin werden. Heute leitet sie die Grabungen in Ephesos und ist Direktorin des Österreichischen Archäologischen Instituts. Im Jänner wurde die 43-Jährige vom Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten als "Wissenschaftlerin des Jahres 2011“ ausgezeichnet. "Das bedeutet für die Geisteswissenschaften sehr viel.“ Ladstätter möchte Menschen vermitteln, welche zentralen Bereiche die Archäologie untersucht: "Das Menschsein, die Menschwerdung, die Kulturgeschichte des Menschen.“ Denn nicht selten sieht sich die Archäologin mit der Frage konfrontiert, wozu man ihr Fach denn eigentlich brauche. Obwohl sie auch ganz moderne Fragestellungen erhelle, wie etwa die Umweltarchäologie, derzeit ein Schwerpunkt in Ephesos. Was geschah, nachdem sich der antike Mensch dort durch massive Abholzung und daraus folgende Erosion selbst die Lebensgrundlage zerstört hatte, "lehrt uns die Geschichte“.

Weitere Artikel lesen


Anzeige

Anzeige