Theologie

Die homosexuellen Theologinnen fühlen sich von der feministischen Theologie ausgegrenzt

Sonja Burger | aus HEUREKA 1/12 vom 02.05.2012

Die feministische Theologie hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt und ist heute vielschichtiger als zu Beginn. Seit den 1980ern schritt ihre Etablierung an Österreichs Hochschulen stetig voran. Die Genderforscherin mit "feministischer Option“, Irmtraud Fischer, habilitierte 1993 an der KFU Graz als erste Frau Österreichs in Katholischer Theologie.

Doch wo Licht, da auch Schatten. Manche Gruppen, z.B. homosexuelle Theologinnen und Theologen, fühlten sich von der feministischen Theologie ausgegrenzt. Diese Unzufriedenheit brachte neue Strömungen wie z.B. die "Queer Theologie“ oder die "theologische Männlichkeitsforschung“ hervor.

Für die feministische Theologin und Gender-Theoretikerin Christine Gasser-Schuchter ist diese Entwicklung bereichernd.

Die Ansätze driften allerdings stark auseinander und das gemeinsame Ziel, eine geschlechtergerechte Theologie ohne Ausgrenzungstendenzen zu entwickeln, gerät zunehmend ins Abseits. Wie Geschlecht oder Geschlechtergerechtigkeit verstanden werden, sind besonders strittige Themen.

Dem möchte Gasser nun etwas entgegen halten - die bildende Kunst. Im Buch "Feminist Theology & Visual Arts“ regen sie und ihre Mitherausgeberinnen den theologischen Dialog an und zeigen Kunstwerke von Künstlerinnen und feministischen Theologinnen verschiedener Strömungen aus ganz Europa.

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