Geschichte

Historikertag 2012: Je 20 Minuten für Jungforscher

Sabine Edith Braun | aus HEUREKA 1/12 vom 02.05.2012

Für Doktorandinnen und Doktoranden der Geschichtswissenschaft im fortgeschrittenen Dissertationsstadium gibt es nun eine besondere Motivation für den Endspurt.

Beim Österreichischen Historikertag Ende September in Krems wird es heuer erstmals eine Sektion "Junge Forschung“ geben. Zwölf ausgewählte Jungforscher haben dort jeweils 20 Minuten Zeit, einen Aufsatz zu ihrem Dissertationsthema zu präsentieren und zu diskutieren. Gab es bisher zu wenige junge Teilnehmer?

"Ja“, meint Michael Pammer vom Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Linzer Johannes Kepler Universität, einer der Organisatoren. "Die Idee einer eigenen Sektion für die wirklich Jungen noch vor Abschluss der Dissertation war auch inspiriert durch ähnliche Formate z.B. bei der Economic History Society in Großbritannien, wo es ebenfalls eine ‚New Researchers’-Session’ gibt.“

Inhaltliche Heterogenität der Beiträge sowie Interdisziplinarität sind ausdrücklich erwünscht. Bis zu drei Preise mit einem Preisgeld von insgesamt 6.000 Euro werden dafür vergeben.

Michael Pammer dazu: "Das ist ein Signal, dass die Anerkennung wirklich ernst gemeint ist und sich nicht in Händedruck und Urkunde erschöpft. Der Preis soll etwas sein, das man im Lebenslauf anführen kann.“ Pammer hofft dadurch auf viele Einsendungen, das hebe die Qualität.

Dass es in der Geschichtswissenschaft eine neue Generation von Forschern gibt, glaubt er aber nicht. "Es gibt Leute, die schon länger dabei sind, und andere, die neu dazustoßen. Es gibt klarerweise auch Moden, aber eine inhaltliche Zuordnung der Generationen würde ich trotzdem nicht vornehmen. Es geht jedenfalls nicht darum, einen bestimmten ‚neuen Weg’ zu forcieren.“

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