Kopf im Bild

Frische Professorin

Uschi Sorz | aus HEUREKA 2/12 vom 23.05.2012

Verena Jantsch-Plunger ist eine von drei exzellenten Wissenschafterinnen, die eine Berta-Karlik-Professur erhielten. Es gab sechzig Bewerberinnen. Das neue Frauenförderprogramm soll die Zahl der Professorinnen steigern. "Wenn man diese Maßnahme fortsetzt, könnte man die Frauenquoten locker ins Gleichgewicht bringen“, sagt Jantsch-Plunger. Für die Biochemikerin bedeutet es die Aufwertung ihrer Arbeitsgruppe an den Max F. Perutz Laboratories der Uni Wien. Sie untersucht die Verteilung der in Chromosomen gepackten Erbinformation während der Keimzellentwicklung (Meiose). "Verteilungsfehler führen zu Fehlgeburten und geistigen Behinderungen.“ Als genetischer Modellorganismus dient ein winziger Fadenwurm. "Das ist ein ethisch unbedenkliches Modellsystem, so schnell und zahlreich wachsend, dass Ursächlichkeiten statistisch relevant belegt werden können. Im Gegensatz dazu wäre bei einer Frau ein meioseschädigender Umwelteinfluss unter Umständen erst nach Jahrzehnten bei deren Enkeltochter erkennbar.“

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