Freihandbibliothek

Buchtipps von Emily Walton

aus HEUREKA 2/12 vom 23.05.2012

Wie sich Forschung verändert

Dieses Werk beleuchtet die Entwicklung der Forschungszusammenarbeit während des und seit dem Zweiten Weltkrieg. Die beiden Autoren beschreiben die Bedeutung von internationalen Forschungsnetzwerken, an denen sich Hunderte Wissenschafter unterschiedlicher Disziplinen beteiligen. Auf knapp 400 Seiten gibt es Essays von Forscherinnen und Forschern, unter anderem aus den Disziplinen Anthropologie, Physik oder Geschichte.

Big Science: The Growth of Large-Scale Research. Peter Galison, Bruce Hevly. Stanford University Press. 408 Seiten.

Europäischer Zusammenhalt

Dem Thema Forschungsnetzwerke in Europa widmet sich dieser Band. Eine Reihe von Universitätsprofessoren aus verschiedenen Ländern stellt sich die Frage, welche Rolle Forschende und welche Entscheidungsträger für die Entwicklung der internationalen sozialwissenschaftlichen Umweltforschung spielen. Die Autoren schildern Modelle für wissenschaftliche Interaktion und Zusammenhalt in Europa. Das Buch zeichnet ein Bild einander überlappender institutioneller Interessen in sechs EU-Ländern, darunter Finnland, England und Österreich.

Social environmental research in the European Union. Herausgeber: Edward Elgar Pub. Northampton, MA. 160 Seiten.

Was erwarten wir von CERN?

Was genau passiert am CERN (abgeleitet von Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire), dem Europäischen Kernforschungszentrum in Genf? Und welche Erkenntnisse erwartet man über den Zusammenhang von Raum, Zeit und Materie? Antworten gibt Buchautor Rolf Landua. Er ist Physiker am CERN und erklärt die Grundlagen des Projekts - in verständlichen Dialogen, die er mit involvierten Forschern führt. Laien finden auf rund 100 Seiten viele Einblicke.

Am Rand der Dimensionen: Gespräche über die Physik am CERN. Rolf Landua. Suhrkamp Verlag. 105 Seiten.

Wissenschaft und Wirtschaft

Selten kann Forschung völlig losgelöst von wirtschaftlichen Interessen stattfinden. Allzu oft sind Universitäten abhängig von Konzernen und der Marktlage. Schließlich müssen neue Technologien - oft Produkte intensiver Forschungsarbeit - patentiert und auch auf dem Markt zugelassen werden. In diesem Buch wird das Zusammenspiel zwischen Hochschulen und Konzernen am Beispiel der amerikanischen Forschungsstätte Massachusetts Institute of Technology MIT geschildert.

MIT and the Rise of Entrepreneurial Science. Henry Etzkowitz. Routledge Chapman & Hall. 192 Seiten.

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