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START-Preis für Tiroler Ökonomen

Uschi Sorz | aus HEUREKA 4/12 vom 24.10.2012

Fragen zu Marktineffizienzen und Finanzmarktregulierung - Michael Kirchler vom Institut für Banken und Finanzen der Universität Innsbruck untersucht sie systematisch und wurde dafür im Juni mit dem START-Preis, der höchsten Auszeichnung für Nachwuchswissenschafter in Österreich, ausgezeichnet.

"Wir erforschen, unter welchen Bedingungen Finanzmärkte gut und unter welchen sie nicht gut funktionieren“, erklärt der Leiter des Forschungszentrums "Financial Markets and Risk“: "Anhand von Labormärkten, in denen Händler mit realem Geld handeln, lässt sich das untersuchen.“ Dabei geht es zum einen um Aspekte wie Überoptimismus, Euphorie oder Risikofreude, zum anderen um institutionelle Faktoren wie bonusabhängige Händlerentlohnungen, unerfahrene Akteure am Markt oder laxe Rahmenbedingungen zur Kreditvergabe. "Preisblasen aus Verhaltensgründen wird es wohl immer geben“, so der 35-Jährige. "Aber wenn institutionelle Rahmenbedingungen der Auslöser sind, könnte man sie durch kluges Marktdesign und Regulation mildern.“ Wie das aussehen könnte, ist ein weiterer Teil seiner Forschung.

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